Interreligiöses Friedensgebet

Vor der Merkez-Moschee in Duisburg-Marxloh hieß es „Toleranz ist unsere Stärke - kein Platz für Fundamentalismus in unserer Stadt".
Vor der Merkez-Moschee in Duisburg-Marxloh hieß es „Toleranz ist unsere Stärke - kein Platz für Fundamentalismus in unserer Stadt".
Foto: WAZ FotoPool

Duisburg. Bereits vor dem Auftritt des Salafisten-Predigers Pierre Vogel am Samstag vor dem Hauptbahnhof hatte das Duisburger Bündnis für Toleranz und Zivilcourage zu einem interreligiösen Friedensgebet an der Merkez-Moschee in Marxloh eingeladen. Oberbürgermeister Sören Link sowie Vertreter der Moscheegemeinde und des Ditib-Landesverbandes, der evangelischen und katholischen Kirche sowie der jüdischen Gemeinde betonten, dass Duisburg eine offene, tolerante Stadt sei, in der es keinen Platz für Extremismus und Fundamentalismus gebe.

„Wir stehen auch auf, wenn religiöse Hassprediger auftreten“, betonte Superintendent Armin Schneider; man habe nicht nur politischen Extremismus im Blick. Gerade an der Moschee ein Zeichen zu setzen, sei ihm wichtig gewesen, so OB Link. Necati Mert, Vorsitzender des Moscheevereins, hob die „guten und engen Beziehungen“ mit den Nachbarn hervor. Diesen Zusammenhalt werde niemand auseinander bringen. Frömmigkeit bestehe nicht darin, „das Gesicht nach Osten oder Westen zu wenden“, so Murat Kayman vom Ditib-Landesverband. Und auch nicht darin zu beten, um gesehen zu werden.

In den abschließenden Gebeten wurden die Gemeinsamkeiten von Judentum, Christentum und Islam betont.

 
 

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