Innenhafen mit neuer Gastronomie

Von Willi Mohrs
Die Gastronomen am Innenhafen warten auf sonnigere Zeiten - und auf neue Kollegen.
Die Gastronomen am Innenhafen warten auf sonnigere Zeiten - und auf neue Kollegen.
Foto: WAZ FotoPool

Duisburg. Seit geraumer Zeit ist der Innenhafen gastronomisch etwas ins Dümpeln geraten, nun scheint er wieder Fahrt aufzunehmen: In zwei Gastronomiebetriebe wird ganz sicher neues Leben einkehren, bei zwei oder drei weiteren bahnt es sich an.

Gastronomie in jedem alten Speicher und in jedem neuen Bürobau – das war ein Eckpfeiler bei der national und international bestaunten Revitalisierung des alten Industriequartiers mit den Elementen Kultur, Arbeiten, Wohnen und Freizeit.

Zahl gastronomischer Betriebe ist geschrumpft

Doch die Zahl von gastronomischen Betrieben rund um das alte Hafenbecken ist inzwischen geschrumpft, ob wegen angeblichen Wasserschadens oder wegen wirtschaftlicher Flaute. Pünktlich vor der Hauptsaison für die Freiluftgastronomie mit freiem Blick aufs Wasser werden zwei Restaurants wieder die Pforten öffnen: In die Küppersmühle geht eine Gastronomin aus Gladbeck (die WAZ berichtete) und auf der Nordseite des Innenhafens kündigt L’Osteria „italienische Lebensfreude“. Ab 3. Mai soll es dort unter anderem „überdimensionale Pizzen“ geben. Das Konzept hat sich bereits an 15 deutschen und zwei österreichischen Standorten bewährt.

Auch für die Standorte der früheren Lokale Porticello und Privé am Nordufer (Schifferstraße) gibt es Interessenten, weiß Dagmar Bungardt, die fürs Innenhafen-Marketing zuständig ist. Neueröffnungen bis Mitte des Jahres seien möglich. Auch über die Zukunft des Hafenforums (Philosophenweg) gebe es Gespräche. Gäbe es in diesen Fällen Einigung zwischen Hauseigentümer und Wirten, wäre das Thema Gastro-Flaute am Innenhafen wieder erledigt.

Innenhafen-Magazin mit Tipps und Terminen soll bald erscheinen

Positiv dabei: Gastronomen und Immobilienbesitzer sitzen in einem Boot und rudern auch in die selbe Richtung. Eine erste Gesprächsrunde hat getagt und unter anderem über die Sauberkeit am Innenhafen geredet. Und gehandelt: „Das haben wir jetzt im Griff“, sagt Bungardt. Regelmäßige Treffen der Wirte wurden vereinbart: „Das ist sehr konstruktiv. Die Gastronomen wollen, dass hier etwas passiert.“ In Arbeit ist bereits ein Innenhafen-Magazin mit Tipps und Terminen zu Veranstaltung und allen, die mit Speisen und Getränken aufwarten.

Apropos Veranstaltungen: Vom 14. bis 16. Juni starten wieder die Drachenboote zur „Fun-Regatta“, und am 6. Juli soll bei der Programmgestaltung für die „Extraschicht“ wieder an die Attraktivität vergangener Jahre angeknüpft werden – vielleicht sogar wieder mit einem Höhenfeuerwerk samt passender Musik. Auf jeden Fall gibt’s auf vier Bühnen jede Menge Musik und mehr.