Ingrid Szperkowski entwirft und produziert Sitzsäcke

Ingrid Szperkowski sitzt in einem „Seeohr“. Die Sitzsäcke sind alle nach wirbellosen Tieren benannt.
Ingrid Szperkowski sitzt in einem „Seeohr“. Die Sitzsäcke sind alle nach wirbellosen Tieren benannt.
Foto: WAZ-Fotopool
Als sie vor vielen Jahren einen Sitzsack suchte, aber in den Mobelgeschäften nicht fündig wurde, reifte in Ingrid Szperkowski eine Idee: Sie nähte sich ihren Sitzsack kurzerhand selbst. Inzwischen gibt es verschiedene Modelle, noch mehr Farben. Die gemütlichen Kissen entstehen in Hochfeld.

Duisburg.. Ingrid Szperkowski lässt sich in ein „Seeohr“ plumpsen. So heißt einer ihrer Sitzsäcke, die sie selbst entwirft, in Hochfeld produziert und unter dem Namen „Weichmöbel“ vertreibt. Als sie vor Jahren einen Sitzsack suchte, gefielen ihr die gängigen Modelle, die es in den Möbelgeschäften gab, nicht. Also experimentierte die gelernte Schreinerin, testete Kügelchen und Formen, bis sie ihre Kollektion beisammenhatte.

„Wirbellose Möbel“ nennt sie die riesigen Kissen, in die man sich gemütlich lümmeln, tatsächlich aber auch gerade setzen kann. Jedes Modell ist nach einem wirbellosem Tier benannt. Neben dem Seeohr gibt es noch Muscheln oder Schwämme. Zu den Kunden gehören nicht nur Privatleute, sondern auch Büchereien und Kindergärten. Die meisten finden die kleine Manufaktur von Ingrid Szperkowski übers Internet.

Jede Menge Technik steckt in einem Sitzsack

„Das erste Mal habe ich so einen Sitzsack auf der Art Cologne gesehen. Ich war von der fließenden Eigenschaft des Materials begeistert“, erinnert sich die 41-Jährige. Für handwerkliche Tätigkeiten hat sich die Hochfelderin schon immer interessierte – und in so einem Sesselersatz steckt jede Menge Technik. „Man überlegt sich ja vorher, welche Form der Sack annehmen soll, wenn sich jemand hineinsetzt.“ Im Seeohr hockt man später wie in einem Cocktail-Sessel, links und rechts wölben sich Armlehnen. Bei einer Art Récamière formen die Kügelchen eine Rückenstütze.

Über die Jahre hat Ingrid Szperkowski zudem an der richtigen Dichte der kleinen Kügelchen gefeilt, die müssen schließlich einiges aushalten. „Wichtig ist, dass sie über die Zeit stabil bleiben und nicht platt werden.“ Dies sei bei vielen anderen Herstellern der Knackpunkt, dass die Kissen und Säcke ihre Form verlieren. Hat man sich erstmal für ein Modell entschieden, gilt es, die passenden Bezüge auszusuchen.

„Die Kinder mögen eher knallige Farben"

Rot, Blau, Grün sind die oder Lila. „Die Kinder mögen eher knallige Farben, für die Erwachsenen habe ich auch Creme- und Grautöne ins Programm genommen.“ Die Bezüge bestehen aus Mikrofaser. Das Material ist schön anschmiegsam, aber auch waschbar. Ingrid Szperkowski hat schon vorgearbeitet. Im Lager liegen dutzende befüllte Säcke, die nur noch in der passenden Farbe bezogen werden müssen. Demnächst will sie übrigens auch Sitzmöbel für Haustiere herstellen.

Die Manufaktur „Weichmöbel“ befindet sich an der Tersteegenstraße 11 in Hochfeld. Nähere Informationen gibt es im Netz unter www.weichmoebel.de oder 0203/935 29 00.

 

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