In Duisburg erhellen 91 Osterfeuer den Nachthimmel

Für das bevorstehende Wochenende wurden in Duisburg 91 Osterfeuer beim Bürger- und Ordnungsamt angemeldet.
Für das bevorstehende Wochenende wurden in Duisburg 91 Osterfeuer beim Bürger- und Ordnungsamt angemeldet.
Foto: dpa
Die Veranstaltungen müssen für jedermann zugänglich sein und bereits vier Wochen vor der Veranstaltung angemeldet werden – sonst droht ein Bußgeld.

Duisburg.. Ein Osterfeuer auf den allerletzten Drücker anmelden? Keine Chance! In der Sicherheits- und Ordnungsverordnung der Stadt ist aufgeführt, dass dies bereits vier Wochen vorher geschehen muss. Daher steht bereits heute fest, dass es am bevorstehenden Osterwochenende von Karsamstag bis Ostermontag exakt 91 Osterfeuer in Duisburg geben wird – zumindest legal angemeldete.

„Es kommt aber in Einzelfällen auch vor, dass Polizei, Feuerwehr oder unsere Behörde von Nachbarn und anderen Anliegern über ein nicht angemeldetes Osterfeuer informiert werden“, berichtet Rainer Krambröckers, zuständiger Abteilungsleiter beim Bürger- und Ordnungsamt. Das hat für den Verursacher ein Bußgeld in Höhe von 100 bis zu 1000 Euro zur Folge.

Nur unbehandelte Hölzer dürfen verbrannt werden

Die entsprechenden Verordnungen wurden erst im Jahr 2007 verschärft. „Vor allem aus umweltpolitischen Gründen“, sagt Krambröckers. Bei solch offenen Feuern würde viel Feinstaub produziert. Ebenfalls aus ökologischen Gründen dürften bei Osterfeuern ausschließlich unbehandelte Hölzer verbrannt werden. „Der zerkleinerte Kleiderschrank von Zuhause darf nicht im Feuer landen“, stellt Krambröckers klar.

Wichtig ist auch die Wahrung eines ausreichenden Sicherheitsabstandes zu Gebäuden, brennbaren Stoffen sowie Baum-, Strauch- und Heckenbeständen. „Konkrete Meterangaben gibt es nicht. Die Aufsichtsperson hat aber die Verantwortung darüber, dass die Flammen nicht übergreifen können“, so der Abteilungsleiter. Diese namentlich benannte Aufsichtsperson darf den Abbrennplatz am Ende der Veranstaltung auch erst verlassen, wenn das Feuer und die Glut vollständig erloschen sind.

Vorschrift ist auch, dass ein Osterfeuer keine Privatveranstaltung sein darf, sondern stets in einem öffentlichen, für jedermann zugänglichen Rahmen stattfinden muss. Als Veranstalter fungieren Vereine, Schulen, Kindergärten, Kirchen, Straßen- und Siedlungsgemeinschaften. Sie dürfen von Samstag bis Montag von 16 bis 22 Uhr einmal ein Osterfeuer entzünden. Dieser Zeitkorridor wird bei drei Veranstaltungen (Duissern, Stadtmitte, Alt-Hamborn) verlassen. „Dies sind Kirchengemeinden – und für die gibt’s eine Ausnahmeerlaubnis“, erklärt Krambröckers.

Anmelder erhält eine Bestätigung

Die Zahl der Osterfeuer in Duisburg war laut Krambröckers in den vergangenen Jahren konstant und lag stets zwischen 90 und 100. Immer mal wieder seien „schwarze Schafe“ aufgefallen, die Abfall verbrennen und dies als Osterfeuer tarnen wollten. „Jeder, der sein Feuer offiziell bei uns angemeldet hat, erhält auch eine entsprechende Bestätigung, die er im Zweifel den alarmierten Kräften von Polizei oder Feuerwehr vorlegen kann“, erklärt Krambröckers.

Hier lodern die Osterfeuer in Duisburg

Ostersamstag

Aldenrade: Bürgerschützenverein Aldenrade-Fahrn, Kurfürstenstraße 134, ab 16 Uhr.

Baerl: Reiterverein Homberg Niederrhein 1950, Hattropstraße 117, 18 bis 22 Uhr; Reiterhof Heydorn, Elisenstraße 43, 19 bis 22 Uhr; Baerler Heimat- und Bürgerverein, Niederhalener Dorfweg, ab 17 Uhr; Reiterverein Duisburg-Baerl, Grafschafter Straße 201, 20 bis 22 Uhr.

Beeck: Evangelische Kirchengemeinde Ruhrort-Beeck, Ostackerweg 75, 20.30 bis 21.30 Uhr.

Beeckerwerth: Kleingartenverein Rheintreu, Ahrstraße 179a, ab 20.30 Uhr.

Bissingheim: ETuS Bissingheim, Ellernbruch 23, 16 bis 22 Uhr.

Duissern: SC Preußen 1910, Futterstraße 30, ab 18.30 Uhr; Evangelische Kirchengemeinde, Lutherkirche, Martinstraße 39, ab 23 Uhr.

Fahrn: Kleingartenverein Fahrn, Fahrner Straße, ab 17 Uhr; Kleingartenverein Ziethenstraße, Ziethenstraße 30, ab 17 Uhr.

Friemersheim: ESV Hohenbudberg, Lothsfeldstraße 15a, ab 17 Uhr, Stellewerkhof, Am Stellwerk 33, ab 18 Uhr.

Großenbaum: VfL Duisburg-Süd, Am Förkelsgraben 55, 16 bis 22 Uhr; Verein zur Förderung des Freizeitlebens, Ackerstraße 10, 16 bis 22 Uhr; St. Hubertus Schützenbruderschaft, Fichten-/Ecke Saarnerstraße, ab 18 Uhr; Evangelische Kirchengemeinde, Lauenburger Allee 19 - 21, 19 bis 22 Uhr.

Hamborn: Kreisjägerschaft Duisburg, Kaiser-Friedrich-Straße 360, 18.30 bis 22 Uhr.

Hochheide: Narrenzunft Homberg, Bruchstraße 317, 19 bis 22 Uhr.

Alt-Homberg: Katholische Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist, Marienstraße 5, 21 bis 22 Uhr.

Huckingen: Duisburger Reitverein, Spickerstraße 52, 18 bis 22 Uhr.

Kaßlerfeld: Bürgerverein Kaßlerfeld/Neuenkamp, Wrangelstraße, ab 20 Uhr.

Marxloh: Runder Tisch Marxloh, An der Pauluskirche 3, ab 13 Uhr; MTV Union Hamborn 02, Warbruckstraße, ab 18 Uhr.

Meiderich: Awo-Lernbauernhof Ingenhammshof, Am Ingenhammshof 1, 13 bis 18 Uhr (mit Kinderfest und Ponyreiten); 1. Meidericher Kanuclub, Emmericher Straße 245, 16 bis 22 Uhr; HSV Ruhrort-Meiderich-Berg, Schlickstraße 54, ab 16 Uhr; Hunde-sportverein Meiderich, Obermei-dericher Straße 202, 18 bis 22 Uhr.

Neudorf: Evangelische Kirchengemeinde, Gustav-Adolf-Straße 65, 21.30 bis 22 Uhr.

Neumühl: Kleingartenverein Kleine Emscher, Obere Sterkrader Straße, ab 17 Uhr, Reiterhof Kai Stalberg, Stalbergstraße 29, 19 bis 22 Uhr, RuFV Hubertus 1950, Obere Sterkrader Straße 95, 19 bis 22 Uhr.

Obermarxloh: Evangelische Bonhoeffer Gemeinde, Wittenberger Straße 15, 16 bis 22 Uhr; Kirchengemeinde Neumühl, Obermarxloher Straße 40, 21.30 bis 22 Uhr.

Obermeiderich: Evangelische Kirchengemeinde, Emilstraße, ab 21 Uhr.

Rheinhausen: IRJGV-Oestrum, Unterstraße 10, 18 bis 22 Uhr; Katholische Kirchengemeinde St. Joseph, Kronprinzenstraße 36, ab 21 Uhr; Evangelisches Jugendzentrum Area 51, Lutherstraße 4, ab 19 Uhr; Evangelische Friedenskirchengemeinde, Peschmannstraße 2, 18 bis 22 Uhr.

Rumeln: RuFV Rumeln-Kaldenhausen, Am Westrich 27, 20 bis 22 Uhr, Gut Biss 1960, Hohenbudberger Straße 40, 17 bis 21.30 Uhr; Wassersportgemeinschaft Rumeln-Kaldenhausen, Borgschenweg 11a, 18 bis 22 Uhr.

Wanheimerort: FC Taxi, Wacholderstraße, 18 bis 22 Uhr; Evangelische Gemeinde Wanheimerort; Paul-Gerhard-Straße 1, 21.30 bis 22 Uhr; St. Michael und St. Petrus Canisius, Zum Lith, 20.15 bis 22 Uhr.

Walsum: DroMedA, Clarenbachstraße 10, 16 bis 22 Uhr; SG Wacker Walsum, Kerskensweg 40, 17 bis 22 Uhr.

Wedau: VfL Wedau, Masurenallee 48, 18 bis 22 Uhr.

Ostersonntag

Altstadt: Karmelgemeinde am Innenhafen, Karmelplatz 1-3, ab 21.30 Uhr.

Alt-Walsum: Kirchenchor St. Dionysius Alt-Walsum, Kaiserstraße 166, 19 bis 22 Uhr.

Baerl: Thomas Hüsch-Lohmann, Bendweg, ab 19 Uhr; Binsheimer Schützenverein, Orsoyer Straße 32, 19 bis 22 Uhr.

Beeck: Viktoria Beeck, Friedhofstraße 75, 18 bis 22 Uhr.

Großenbaum: Lichtbund Niederrhein, Druchter Weg 25, 18 bis 21 Uhr.

Röttgersbach: Obere Holtener Straße 62b, 18 bis 22 Uhr.

Hamborn: Evangelische Kirchengemeinde Hamborn, Duisburger Straße 176, 6 Uhr.

Hochfeld: Ziegenpeter, Liebigstraße 70 (Rheinpark), 16 bis 22 Uhr.

In den Haesen: St. Peter, Friedhofsallee 100a, 6 Uhr.

Mündelheim: TuS Mündelheim, Auf dem Hunsrück 3, ab 17 Uhr.

Stadtmitte: Evangelische Kirchengemeinde Alt-Duisburg, Josef-Kieferstraße 6, 0 bis 1 Uhr.

Ostermontag

In den Haesen: St. Peter (ökumenisch), Friedhofsallee 100a, ab 19.30 Uhr.

 
 

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