In der VHS herrscht Mitspracherecht

Isabel Schoelen
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Beim Thema Weiterbildung darf die Bildungseinrichtung par excellence nicht fehlen: die Volkshochschule. Die VHS ist eine Institution der Kommune und zugleich deren Verpflichtung. Als kommunales Weiterbildungszentrum führt die VHS den gesetzlichen Bildungsauftrag von Gemeinden aus. Ob Kurse im Bereich politische und kulturelle Bildung, Gesundheitsbildung, EDV oder interkulturelle Bildung – die Volkshochschule ist in ihrem Kursangebot schier unerschöpflich. Allein das aktuelle Frühjahrsprogramm umfasst 540 Seiten.

Die VHS Duisburg ist die elftgrößte Deutschlands. Und sie setzt eigene Schwerpunkte. Neben den Standorten in der Königstraße und der Steinschen Gasse ist die VHS auch in Rheinhausen und Hamborn präsent. „Wir sind flächendeckend und bürgernah“, sagt Pressesprecher Josip Sosic. Und die Bürgernähe zeigt sich auch intern. Im Vorstand der Schule stimmen neben VHS-Leiter Dr. Gerhard Jahn auch Kursleiter und Teilnehmer über das Programm gemeinsam ab.

Die VHS und die Filmwoche

Eine weitere Besonderheit der Duisburger Volkshochschule stellt auch die Duisburger Filmwoche dar. Das Filmfestival, das dieses Jahr zum 37. Mal stattfindet, wird von der VHS organisiert. „Das macht besonders Spaß“, sagt Dr. Gerhard Jahn, der seit zehn Jahren Leiter der VHS ist. Für ihn ist Weiterbildung die Voraussetzung für die persönliche Gestaltung des beruflichen Werdegangs und für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Ganz aktuell hat die VHS etwa auf Studien zum wachsenden Analphabetismus reagiert und bietet demnächst mehr Alphabetisierungskurse an.

Der Bildungsauftrag, den die VHS vermittelt, wird einmal mehr beim Kursangebot im Bereich Gesundheitsbildung deutlich. „Viele betrachten Yoga als reines Hobby. In den Kursen vermitteln wir jedoch primär, wie wir mit unserer Gesundheit umgehen sollten. Beim Schwertkampf geht es nicht darum, sich gegenseitig auf die Nase zu hauen, sondern um eine tiefe Konzentration und um Achtsamkeit“, betont Jahn. Er blickt bereits mit Freude und ambitionierten Plänen auf die neuen Räumlichkeiten, die im nächsten Frühjahr bezogen werden sollen und auch die Stadtbibliothek beherbergen werden.

Der Neubau wird, wenn es nach Gerhard Jahn geht, flexible Bildungsangebote ermöglichen. So wird der Zugang zu Bildung vereinfacht und mehr Selbstbestimmung durch die Nutzung neuer Medien gewährleistet werden.