Duisburg

Imposantes Stadion, aber kein Geld - so muss der MSV Duisburg sparen

Schönes Stadion, aber kein Geld. Um dem Verein wieder zu seinem alten Glanz zu verhelfen, wird seit 2013 fleißig gespart.
Schönes Stadion, aber kein Geld. Um dem Verein wieder zu seinem alten Glanz zu verhelfen, wird seit 2013 fleißig gespart.
Foto: Fabian Strauch / WAZ FotoPool  
  • Seit dem Zwangs-Abstieg 2013 hat es der MSV nicht leicht
  • Auch wenn er ein tolles Stadion hat, ist das Geld knapp
  • Wir haben mal nachgefragt, wo der Verein überall versucht Geld einzusparen

Duisburg. Das schmale Budget sind Verantwortliche und Fans des MSV Duisburg inzwischen gewohnt. Doch gerade in der 3. Liga müssen die Scheine beisammen gehalten werden. Denn die rechnet sich mangels großer TV-Verträge nicht.

Das jüngste Pendeln zwischen Liga 2 und 3 macht sich nicht nur auf dem Platz bemerkbar, sondern auch im Portemonnaie. Seit 2013 hat der Verein deswegen ein paar Sparmaßnahmen ins Leben gerufen.

„Wieviel wir genau eingespart haben, kann ich nicht sagen“, sagt MSV-Sprecher Martin Haltermann. Aber er nennt einige Punkte, die dabei geholfen haben:

1) Auf den Rasen aufpassen!

Grätsche? Lieber zweimal drüber nachdenken! Denn einen neuen Rasen gibt es so schnell nicht. Seit etwa vier Jahren muss der Alte gehegt und gepflegt werden. Für einen frischen Rollrasen ist das Budget zu schmal.

2) Auswärts wird nicht geflogen

Auswärtsspiele in München oder Berlin? Dann durfte es früher auch mal der Flieger sein. Jetzt geht's leider nur noch in Klassenfahrt-Manier zu den Spielen - zusammen im MSV-Bus. Wir Fans kommen dann im Flixbus nach. Ist heutzutage sowieso luxuriöser als Fliegen.

3) Bye Bye Techniker

Auch am Personal muss gespart werden. Aber nur eine Person wurde wirklich aus kostentechnischen Gründen gefeuert. Fünf bis zehn Stellen wurden einfach nicht mehr neu besetzt, nachdem die Leute in Rente gegangen sind. Jetzt gibt es eben nicht mehr zwei, sondern nur noch einen Techniker.

4) Mit dem Sponsor ins Trainingslager

Damit die Spieler in der Winterpause auch weiterhin im Warmen trainieren können, sind Sponsoren gefragt. Auch bei den Transfers müssen manchmal Finanzspritzen der Sponsoren helfen.

5) Nachts bleibt es dunkel

Damit die Stromrechnung nicht mehr so in die Höhe schießt, erleuchtet die Arena nachts auch nur noch selten im strahlenden Blau. Dadurch wurden schon Gelder im fünfstelligen Bereich eingespart. Zu Spielen und anderen Anlässen leuchtet die Arena aber weiterhin im Blau der Zebras.

6) Vermietung

Abibälle, Karnevalsveranstaltungen und Konzerte. Mit der Vermietung des Stadions wird auch noch etwas Geld reingeholt. Bei solchen Anlässen darf das Arenalicht auch nachts wieder leuchten. Kein unüblicher Weg: Heute sind die meisten Fußballstadien auch für private Feiern zu haben.

Aufstieg würde vieles erleichtern

Haltermann ist sich sicher, dass die Jungs wieder in die 2. Bundesliga aufsteigen werden: „Wir wollen erfolgreich Fußball spielen. Und momentan sind wir ja Tabellenführer.“

Dann sitzt der Euro auch wieder etwas lockerer.

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