Duisburg

Immer mehr Fälle von Masern in Duisburg: So sollten Eltern jetzt reagieren

Ab dem 9. Monat sollten Eltern ihre Kinder gegen Masern impfen lassen. (Symbolfoto)
Ab dem 9. Monat sollten Eltern ihre Kinder gegen Masern impfen lassen. (Symbolfoto)
Foto: dpa
  • Der Stadt sind mittlerweile über 100 Fälle bekannt
  • Ab dem 9. Monat sollten Kinder geimpft werden
  • Geschlossene Räume mit vielen Menschen meiden

Duisburg. Die Zahl der Masern-Fälle in Duisburg steigt weiter an. Bislang zählt die Stadt 111 Erkrankte, am 7. März waren es noch 77 Fälle. Von den mittlerweile 64 betroffenen Kindern sind 26 jünger als ein Jahr.

Da es gerade bei Säuglingen zu lebensbedrohlichen Krankheitsverläufen kommen könne, sollten Eltern ihren Nachwuchs bereits ab dem 9. Lebensmonat gegen Masern impfen lassen, rät die Stadt.

Das Gesundheitsamt rief zudem zur selbstständigen Prüfung des Impfschutzes auf und rät bei fehlenden Impfungen, diese nachzuholen. Auch ungeimpfte Erwachsene ab Jahrgang 1970 sollten sich impfen lassen, um eine Verbreitung der Masern über Duisburg hinaus zu verhindern,

Geschlossene Räume mit vielen Menschen meiden

Masern werden sehr leicht durch Tröpfchen beim Husten, Sprechen und Niesen sowie durch Kontakt mit infektiösem Sekret aus Nase und Rachen übertragen.

Eltern von nicht geimpften Säuglingen wird daher geraten, wegen der möglichen Ansteckungsgefahr nach Möglichkeit geschlossene Räume mit vielen Menschen zu meiden.

Noch keine weitere Prognose möglich

In Deutschland breche die Krankheit nur selten aus, erklärte eine Pressesprecherin des Landeszentrum Gesundheit NRW. In Duisburg sei so ein Ausbruch nun in einer schlecht geimpften Bevölkerungsgruppe zu verzeichnen.

„Nachdem Masern in dieser Population aufgetreten sind, haben sich sehr schnell viele weitere ungeimpfte Personen angesteckt“, heißt es in der Erklärung. Prognosen für die weitere Entwicklung ließen sich nicht ableiten.

In anderen Städten NRWs seien nur einzelne Masern-Fälle bekannt, bei denen Verbindungen zu den Fällen in Duisburg geklärt würden.

(dpa/lnw/epd)

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