Immeo stoppt Umsiedlung der Anwohner für Duisburg Outlet Village

„Kein Häuserabriss für das FOC“: Das Archivbild zeigt Bewohner der Siedlung Zinküttenplatz im Duisburger Norden, die im Januar gegen den Abriss ihrer Siedlung demonstrierten.
„Kein Häuserabriss für das FOC“: Das Archivbild zeigt Bewohner der Siedlung Zinküttenplatz im Duisburger Norden, die im Januar gegen den Abriss ihrer Siedlung demonstrierten.
Foto: WAZ FotoPool
Hinter dem geplanten Bau des Outlet Centers in Duisburg-Hamborn steht plötzlich wieder ein dickes Fragezeichen: Das Immobilienunternehmen Immeo ist vom Grundstückskaufvertrag mit Investor Douvil zurückgetreten. Der will über 900.000 Euro Grunderwerbssteuern nicht zahlen.

Duisburg.. Das Immobilienunternehmen Immeo ist vom Grundstückskaufvertrag für das in Duisburg geplante Factory Outlet Center zurückgetreten. Rund 150 Mieter der Wohnhäuser am Zinkhüttenplatz, die für das Vorhaben noch umziehen sollten, wurden darüber am Montag informiert.

Hintergrund sind Grunderwerbssteuern in Höhe von über 900.000 Euro, die Outlet-Investor Douvil nicht zahlen will. Immeo fürchtete, in diesem Fall selbst vom Finanzamt zur Kasse gebeten zu werden.

Sowohl Douvil als auch Immeo beteuern, die Planungen für das Duisburg Outlet Village weiter betreiben zu wollen. Rund 400 Wohnungen sollten dafür geräumt, die Mieter mit Ersatzwohnungen versorgt werden. Diese Pläne stießen bei vielen Betroffenen auf erheblichen Widerstand, entsprechend groß war der Jubel in der Hamborner Siedlung. (mo)

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