Im Rotlichtviertel wird ein neues Bordell gebaut

Das Rotlichtviertel am Marientor expandiert: Ein weiteres Bordell ist jetzt in Planung. Im Bild die Vulkanstraße. Foto: Stephan Eickershoff
Das Rotlichtviertel am Marientor expandiert: Ein weiteres Bordell ist jetzt in Planung. Im Bild die Vulkanstraße. Foto: Stephan Eickershoff
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Die Bezirksvertretung Mitte hat zumindest nichts dagegen, dass ein weiteres Bordell gebaut wird. Das Gremium fasste noch weitere Beschlüsse.

Duisburg.. Im Rotlicht-Viertel wird ein neues Bordell gebaut. Die Bezirksvertretung stimmte am Donnerstag der „Errichtung eines Hauses der gewerblichen Zimmervermietung“ zu. Standort ist die Fläche der ehemaligen Taxizentrale am Marientor. Neben der Ausstattung mit 84 Betten gehören eine Spielhalle, ein Imbiss, ein Bistro und eine Bar zum Projekt, das im „spätgriechischen Stil“ gebaut werden soll.

Weitere Nachrichten und Beschlüsse aus der Sitzung Bezirksvertretung Mitte:


Welkerstift:

Der Bebauungsplan Welkerstift geht in die letzte Runde. Die Bezirksvertretung stimmte dem Satzungsbeschluss zu, das letzte Wort hat der Rat am 12. Dezember.


Mittelkürzung

Abgelehnt hat die Bezirksvertretung eine Reduzierung der Mittel für die Pflege des Ortsbildes und für Repräsentationsaufgaben des Bezirks im Rahmen des Haushaltssicherungskonzepts. Begründung: Es kämen sowieso nur 33 Prozent der Summen zur Auszahlung. Das wären gerade einmal 6348 bei der Pflege des Ortsbildes und 633 Euro bei den Repräsentationsaufgaben. Aber auch hier entscheidet letztlich der Rat.


Aus der ehemaligen evangelischen Kirche an der Wintgensstraße wird ein Kolumbarium. Der Beschluss zur beantragten Nutzungsänderung fiel einstimmig. In einem Kolumbarium werden Urnen aufbewahrt, statt sie auf einem Friedhof beizusetzen.


Müllprobleme

Um der Verschmutzung von einigen Straßenzügen in Hochfeld („Siechenhaus-Dreieck“) besser Herr zu werden, sollen sie künftig in die höchste Reinigungsklasse eingestuft werden. Diesen Antrag stellte die SPD. Betroffen von der entsprechenden Gebührenerhöhung seien dann vor allem die Hausbesitzer „die kleine Wohnungen an eine Vielzahl von Migranten vermieten“.


Import-Kohle

Im Zusammenhang mit der Kapazitätserweiterung auf der Kohleninsel soll nach dem Willen der Bezirksvertretung auch geprüft werden, ob das Importkohle-Terminal von Hochfeld in den Hafen zur Kohleninsel verlegt werden könne.


Asylbewerber

Im Zusammenhang mit der Unterbringung von Asylbewerbern und Flüchtlingen fordert die SPD genauere Angaben über die Zahl von abgelehnten Asylbewerbern und von Wohnungen, die zur Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbewerbern beschlagnahmt werden.


Autobahnausfahrten

Die Autobahnanschlussstellen im Bereich Zentrum und Wedau werden nicht unbenannt. Der Landesstraßenbau NRW hat einen entsprechenden Antrag der Stadt aus dem Jahr 2008 abgelehnt.

 
 

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