Im Duisburger "Hotel Albtraum" geht's gruselig zu

Daniel Cnotka
Daniela und Michael Driske laden am Freitag wieder in ihr Gruselhaus auf dem Logport-Gelände in Duisburg ein. Sie und ihre rund 100 Helfer hoffen auf einen neuen Besucherrekord in ihrem "Hotel Albtraum". Der Erlös wird wie immer komplett an karitative Einrichtungen gespendet.

Duisburg. Vor der Führung durchs Haus stellt Daniela Driske eines klar: „Ich gehe nicht in den Keller, das muss jemand anderes machen.“ Daniela und ihr Mann Michael laden seit inzwischen sechs Jahren zu einer ganz und gar gruseligen Halloween-Nacht ins „Hotel Albtraum“ ein.

Aus einer eher privaten Ideen im heimischen Garten in Winkelhausen ist so etwas wie ein Mega-Event geworden. Mit der bisherigen Krönung im vergangenen Jahr, als 2000 Halloween-Fans in eine alte Krupp-Villa in Bliersheim strömten. Dieses Jahr, so hoffen die Veranstalter, soll die Zahl übertroffen, ja verdoppelt, werden.

Erlös des "Hotel Abtraum" geht an karitative Einrichtungen

Der Rundgang in dem sanierungsbedürftigen Haus an der Hamburger Straße beginnt im Vorgarten: „Hier ruhen meine Gebeine, ich wünscht, es wären deine“, steht auf einem von einem hiesigen Bestattungsunternehmen gesponserten Grabstein geschrieben. „Es gibt so viele Sponsoren, denen wir sehr dankbar sind“, sagt Driske. Den Erlös, im vergangenen Jahr waren es 3000 Euro, will man auch diesmal wieder komplett spenden an das Kinderheim St. Joseph in Friemersheim und an den Rheinhauser Tiergnadenhof.

Was erwartet die Gäste heute ab 18 Uhr? „Wir wollen nicht zu viel verraten, die Besucher sollen schließlich überrascht sein“, erklärt die Organisatorin beim Rundgang. So viel sei aber gesagt: Im „Hotel Albtraum“ gibt es alles, was ein gutes Hotel ausmacht. Angefangen von der Rezeption über diverse Zimmer, die Hochzeits-Suite, eine Kinderbetreuung bis zum Wellness-Bereich. Nur sehen diese Zimmer nicht ganz so aus, wie man sie sich in einem Nicht-Horrorhaus so vorstellt . . .

Eröffnungsgala im Hotel Albtraum 

80 bis 100 Helfer werden in diversen Verkleidungen im Einsatz sein, los geht es auf einem Platz an der Villenstraße. Dort beginnt eine Eröffnungsgala mit sehr wandelbaren Mönchen, „die Eröffnung ist bei uns traditionell gleich. Als Musik ertönt der Song ,Unvorstellbare Gier’, dargebracht vom Sänger Patrick Steffen.“

Danach geht es gruppenweise ins Haus. Diesmal bekommt jeder ein Bändchen und wird dann zum Rundgang aufgerufen. Im Vorjahr hätte man bis zu vier Stunden warten müssen. „Diesmal gibt es keine Warteschlange, die Gäste können sich hier frei bewegen. Im Umfeld des Hauses gibt es sehr viel zu sehen. Zudem bieten wir Musik, eine Tombola und auch Verpflegung“, sagt Daniela Driske, bevor sie zur Kellerbesichtigung an Roger Theweßen übergibt. Sie habe noch viel zu tun, es müsse noch etliches aufgebaut und koordiniert werden, entschuldigt sie sich.

500 Quadratmeter Fläche

Warum nur geht Daniela Driske nicht gerne in den Keller? „Es ist schon ein bisschen unheimlich hier“, sagt Thewißen vielsagend. Und führt vorbei an allerlei Blutigem und Abgetrennten. So viel sei verraten, ein Raum hat Ähnlichkeit mit der Filmkulisse des Horrorstreifens „The Saw“.

Den Rest, auch der übrigen nahezu 500 Quadratmeter, möge man sich gerne selbst anschauen. Der Eintritt ist frei – eine Spende für die genannten Institutionen wäre toll, so die Veranstalter. Eines gilt wie in den Vorjahren auch, die Schau ist nur etwas für Hartgesottene, erst für ab 16-Jährige geeignet. „Bei Jüngeren lassen wir deren Eltern entscheiden, ob sie im Hotel Albtraum einchecken.“