IHK bekräftigt Bedenken gegen Kurt Kriegers Mega-Möbelhaus

Die Großbaustelle Mercatorkreisel und alter Güterbahnhof. Auf dem bundesweit durch die Loveparade bekannt gewordenen Gelände will Kurt Krieger zwei Möbelmärkte bauen.
Die Großbaustelle Mercatorkreisel und alter Güterbahnhof. Auf dem bundesweit durch die Loveparade bekannt gewordenen Gelände will Kurt Krieger zwei Möbelmärkte bauen.
Foto: WAZFotoPool

Duisburg.. Einen Monat lang hatten Bürger und Institutionen Gelegenheit, die Planungen für die beiden Mega-Möbelhäuser unter die Lupe zu nehmen und gegebenenfalls Einwände und Anregungen zu formulieren. Das ist geschehen: mehr zu den Krieger-Planungen fürs Güterbahnhofsgelände, weniger für das Ostermann-Projekt in der Nähe von Ikea in Meiderich.

Stellungnahmen von Bürgern und Einrichtungen

Mit dem Abschluss der Plan-Offenlegung beginnt jetzt die Fachverwaltung mit der Abwägung der Stellungnahmen von Bürgern und unterschiedlichen Einrichtungen wie etwa der IHK. Dieser Prozess wird einige Wochen in Anspruch nehmen, erst danach wird ein sogenannter Satzungsbeschluss formuliert, der dann der Politik vorgelegt wird, also den Bezirksvertretungen Mitte (Krieger) und Meiderich/Beeck (Ostermann), danach den zuständigen Ausschüssen des Stadtrats.

Dieser wiederum hat das letzte Wort am Ende des ganzen, gesetzlich vorgeschriebenen Verfahrens. Damit ist nach Lage der Dinge frühestens im September zu rechnen, erfahrungsgemäß dauert’s aber noch länger.

Bedenken der IHK

Ihre Bedenken vor allem gegen die Krieger-Pläne südlich vom Hauptbahnhof hat jetzt noch einmal die IHK vorgebracht. Sie ist als „Träger öffentlicher Belange“ bei solchen Planungen anzuhören. Die Kammer stößt sich vor allem an den sogenannten Randsortimenten, also an dem, was außer Möbeln noch angeboten werden soll.

Die IHK begrüßt das Projekt in Meiderich, sieht ihre Kritik an den Krieger-Plänen aber gestützt durch einen aktuellen Beschluss der NRW-Landesregierung, nach dem Innenstädte vor Einzelhandelsansiedlungen auf der grünen Wiese oder in Gewerbegebieten einen besonderen Schutz genießen sollen: „Demnach dürfen große Möbelhäuser innenstadtrelevante Waren – zum Beispiel Hausrat, Glas, Porzellan oder Heimtextilien – nur in einem Umfang von maximal zehn Prozent der Gesamtfläche anbieten. Auf der Duisburger Freiheit wird dieser Grenzwert nach den bestehenden Plänen aber um das Doppelte überschritten.“

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