„Ich stehe weiter jeden Morgen gerne auf“

Sie sind angetreten für mehr Bürgerbeteiligung, mehr Transparenz. Was wurde daraus?

Die Kommunikation zwischen Politik und Bürgern klappt besser als vor Jahren. Das Charrette-Verfahren zum Portsmouthplatz hat gezeigt, dass wir zuhören können und nicht mit der Brechstange etwas durchsetzen wollen. Doch da, wo wir der Meinung sind, auf der richtigen Seite zu stehen, etwa bei der Mercatorstraße mit Feuerwache und Autohaus, bleiben wir bei unserer Linie. In Sachen Ehrenamt haben wir eine Stärkung vollzogen, zum Beispiel mit der Ehrenamtskarte oder der Ehrenamtsbörse. Ich bin da ganz zufrieden.

Zumindest die bisherigen Fragen waren wenig angetan, Ihnen Freude zu bereiten. Sie können jetzt Gegenrede halten. Was steht in Ihren Augen auf der Habenseite?

Ich fange mal chronologisch an: Wir Revier-Oberbürgermeister haben in Berlin und Brüssel den Aufschlag gemacht für zusätzliche Hilfe bei der Zuwanderung aus Südosteuropa, nicht nur finanziell, sondern auch bei Gesetzesreformen. Das war ein Einstieg, der Mut macht. Dann das Stadtfenster. Das ist wichtig für die Altstadt und für die Bildung. Bei der U 3-Betreuung sind wir spitze. Mit den Sekundarschulen im Norden und im Süden zeigen wir, dass wir auf dem richtigen Weg sind, mit den Eltern zusammen eine neue Schulform zu etablieren. Wir haben bei Bauprojekten, etwa Audi, VW, Targobank, viel positive Resonanz bekommen. Das sind wichtige Investitionen für Duisburg. Das integrierte Handlungskonzept Innenstadt ist jetzt bewilligt worden, mit 5,8 Mio €, davon 5,2 Mio für den Bahnhofsvorplatz. Wir werden Ende des nächsten Jahres bauen können.

Und ihre persönliche Bilanz, hat die Alltagsrealität hat sie eingeholt? Sie haben oft gesagt, der Job macht Ihnen einen Riesen-Spaß. So richtig merken tut man das nicht. Wie wird’s 2015?

Ich stehe weiter jeden Morgen gerne auf, gehe gerne zur Arbeit. Der Job macht mir nach wie vor Spaß. Es war aber sicher ein anstrengendes Jahr. Ich freue mich auf 2015, weil ich überzeugt bin, das wird für Duisburg ein gutes Jahr, weil auch die Ergebnisse der harten Arbeit der vergangenen zwei Jahre sichtbar werden. Ich gehe davon aus, dass die Positivmeldungen zahlreicher werden. Und ich hoffe sehr, dass 2015 das Jahr des Aufstiegs des MSV wird.

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