Hobby-Ahnenforscher brauchen Hilfe

Foto: WAZ FotoPool / Stephan Eickershoff
Auf der Jagd nach seiner Familie ist der frühere Leiter des Berufskollegs Bottrop, Wilfried Drange. Er begegnete 1962 bei einem Praktikum auf Zeche Westende in Duisburg-Laar einem Namensvetter und vermutlichen Großonkel, der Betriebsratsvorsitzender war. Er fragt: Wer kennt Jupp Drange?

Duisburg / Bottrop.. Der frühere Leiter des Berufskollegs Bottrop, Wilfried Drange, absolvierte 1962 ein Praktikum auf Zeche Westende in Duisburg-Laar. Damals begegnete ihm dort ein Namensvetter und vermutlicher Großonkel als Betriebsratsvorsitzender. Er verlor ihn allerdings aus den Augen. Jetzt möchte er seine Geschichte aufarbeiten.

„Ein schlanker Mann, vielleicht 1,70 groß mit einem Buckel“, weiß sich der damals 16-Jährige zu erinnern. Außerdem weiß er, dass sein Vorname „Jupp“ war. Auch wurde erzählt, dass sein Großonkel von den Nazis als Kommunist ins KZ geschickt wurde.

Auf Spurensuche

„Jupp Drange muss 1962 etwa 60 Jahre alt und auf der Zeche sehr beliebt gewesen sein“, erzählt sein Großneffe weiter. Zusammen mit Uwe Weinstein, dessen Mutter eine geborene Drange war, versucht er heute die Geschichte seiner Familie zu erforschen. Doch im „Fall“ Jupp Drange kommen die beiden bei ihrer Spurensuche nicht weiter.

Ein paar ehemalige Mitarbeiter der Zeche haben sie schon kontaktiert, ebenso wie die IG BCE und die Ruhrkohle AG als Rechtsnachfolger der früheren Betreiber. Keiner kann sich an den ehemaligen BR-Vorsitzenden erinnern oder hat noch Personalunterlagen aus dieser Zeit.

Nun hoffen die beiden Hobby-Ahnenforscher, dass sich doch noch jemand an Jupp Drange erinnert oder Hinweise geben kann, wo eventuell Informationen über ihn zu finden sein könnten. „Ein beliebter BR-Vorsitzender kann doch nicht einfach so in Vergessenheit verschwinden“, meint Wilfried Drange. Kontaktaufnahme unter 02841 - 425 64 (Wilfried Drange), 06243 / 90 52 60 (Uwe Weinstein).

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