HKM: Sauberer und effizienter bis 2025

Martin Ahlers

Die Hüttenwerke Krupp-Mannesmann (HKM) wollen sich in den nächsten Jahren mit umfangreichen Investitionen in die Modernisierung der Anlagen und die Umwelttechnik fit machen für die Zukunft. Außerdem strebe das Hüttenwerk im Stadtsüden bis 2025 eine Effizienzsteigerung in der Größenordnung von 100 Millionen Euro an, sagte Geschäftsführer Dr. Rolf Höffken am Donnerstag beim Treffen mit Anwohnern, zu dem die Hütte alljährlich einlädt.

Ziel sei es, „langfristig ein Zwei-Ofen-Betrieb zu bleiben“, betonte Höffken. Neben der Neuzustellung von Hochofen B, die in diesen Tagen vorbereitet wird, sei eine Zwischenzustellung von Hochofen A für 2020/21 bereits ins Auge gefasst. Dann könnte er noch bis zu zehn Jahren bis zu einer Neuzustellung betrieben werden.

„Zufriedenstellend“ nennt Dr. Udo Kalina, Leiter Umweltschutz bei HKM, die Unterschreitungen der Staubniederschlagsgrenzwerte an zehn Mess-Stationen des Landesumweltamtes in Werksnähe. Geringfügig überschritten wurde der Nickel-Grenzwert an zwei Stellen. Eine Verbesserung erhofft sich Kalina vom Einbau zusätzlicher Filteranlagen in der Sinteranlage, in die HKM rund 46 Millionen Euro investiert. Die Arbeiten sind bereits im Gange.

Im Oktober soll auch der Bau des neuen Gasometers beginnen. Der stählerne Rundbau wird mit 37,7 Metern Durchmesser und einer Höhe von 61,7 Metern etwas höher als der alte, über 50 Jahre alte Gasspeicher. Der grün gestrichene Neubau, der nebenan entsteht, soll im Laufe des Jahres 2018 erstmals mit Gas aus der Produktion der benachbarten Kokerei gefüllt werden, der alte Gasometer wird dann abgerissen.