Hausdurchsuchungen in der Ultra-Szene des MSV Duisburg

Bei den Hausdurchsuchungen in Duisburg und Oberhausen stellte die Polizei Pyrotechnik und Sprühdosen sicher.
Bei den Hausdurchsuchungen in Duisburg und Oberhausen stellte die Polizei Pyrotechnik und Sprühdosen sicher.
Foto: dpa
Ultras aus der Fanszene des MSV Duisburg sollen Züge und Gebäude der Deutschen Bahn im Mai mit Graffitis besprüht haben. Am Donnerstag durchsuchte die Polizei Wohnungen Beschuldigter in Duisburger und Oberhausen. Die Beamten stellten bengalische Fackeln, 105 „Polenböller“  und 30 Sprühdosen sicher.

Duisburg/Oberhausen. Im Rahmen eines laufenden Strafverfahrens wegen Sachbeschädigung und Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz haben Kräfte der Polizei am Donnerstag sechs Wohnungen in Neudorf, Wanheimerort, Kaßlerfeld, Buchholz, Homberg sowie eine weitere in Oberhausen durchsucht.

Die Beamten griffen am Vormittag gleichzeitig zu und stellten 105 nicht zugelassene und gefährliche pyrotechnische Gegenstände – so genannte „Polenböller“ – sowie drei „Bengalfackeln“, eine Gaspistole und 30 Farb-Sprühdosen sicher. Das Amtsgericht Duisburg hatte die Durchsuchungen angeordnet, weil die Beschuldigten, die allesamt Ultra-Gruppierungen der MSV-Fanszene angehören, Züge und Gebäude der Deutschen Bahn AG in Duisburg beschmiert haben sollen.

„Dieser Einsatz diente der Auffindung und Sicherung von Beweismaterial für die laufenden Verfahren“, erklärte Polizeisprecher Ramon van der Maat. Bei den Beschuldigten soll es sich um junge Männer im Alter zwischen 16 und 25 Jahren handeln. Wenige Stunden vor dem Start des MSV in die neue Drittliga-Saison setzte die Polizei damit zudem ein Zeichen, dass im Stadion absolutes Feuerwerkskörper-Verbot gilt.

 
 

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