Gucken, lernen und selber machen bei Duisburger „Makerspace“

Die Tüftler vom Repair Café in Ruhrort sind einer der Kopperationspartner beim „Makerspace“.
Die Tüftler vom Repair Café in Ruhrort sind einer der Kopperationspartner beim „Makerspace“.
Foto: WAZ FotoPool
  • Erster „Makerspace“ der Volkshochschule und der Stadtbibliothek in Duisburg
  • Der Aktionstag steht unter dem Motto „Wissen kommt von Machen!“
  • Tüftler des Repair Cafés in Ruhrort gehören zu den Kooperationspartnern

Duisburg. „Wissen kommt von Machen!“ Unter diesem Blickwinkel steht der erste „Makerspace“ der Volkshochschule und der Stadtbibliothek Duisburg am Samstag, 8. Oktober. Dabei handelt es sich um einen Aktionstag, bei dem das Selbermachen im Vordergrund steht. Meistens geht es bei solchen Treffen um das Thema Digitalisierung.

„Das ist eine Veranstaltung, die man oft nur von Hochschulen kennt. Wir wollen so einen Tag aber der Öffentlichkeit ermöglichen“, sagt Isalind Schönemann von der Stadtbibliothek über die Idee der ersten großen, gemeinsamen Veranstaltung von Stadtbibliothek und VHS.

Beim „Makerspace“ sollen die Besucher gucken, lernen und vor allem selber machen. „Durch die Digitalisierung gibt es da unendlich viele Möglichkeiten“, sagt Günter Knöpfel vom „Repair Café“ dazu. Die Tüftler aus Ruhrort sind einer der Kooperationspartner am Aktionstag. Vertreter des Repair-Cafés werden zeigen, wie man kaputte Geräte wieder funktionstüchtig machen kann. „Am besten kennen wir uns mit Kaffeemaschinen aus. Die gehen besonders oft kaputt“, kommentiert Knöpfel sein Hobby. Das Repair Café bittet Besucher darum, keine eigenen Geräte mitzubringen.

Im einwandfreien Zustand

Im einwandfreien Zustand sind die Roboter der Sekundarschule Hamborn. Beim „Makerspace“ dürfen sich die Besucher selbst als Programmierer probieren und den Robotern per Tablet verschiedene Kommandos geben. Die können nämlich zum Beispiel einer schwarzen Linie folgen oder Dinge vom Boden aufheben. Mit ihren Robotern haben die Schüler der Sekundarschule Hamborn schon zweimal beim landesweiten Programmier-Wettbewerb „Robo Cup“ den ersten Preis geholt.

Auch die Gesamtschule Emschertal aus Neumühl hat sich etwas für den Aktionstag ausgedacht. Aus vorgestanztem Karton basteln die Schüler gemeinsam mit den Besuchern sogenannte Cardboards. In diese kann man sein Smartphone einsetzen und sie dann dank verschiedener Apps als Virtual-Reality-Brille benutzen. So kann sich der Träger in eine künstliche Welt versetzen.

Ausstellung zum Thema Technik

Noch professioneller geht es bei dem FabLab (kurz für Fabrication Labratory) der Hochschule Rhein-Waal zu. In ihrem etwa 500 Quadratmeter großen Fertigungslabor arbeiten die Studenten mit Laserscannern, 3D-Druckern und Lasercuttern. Ihre ganzen Geräte können die Kamp-Lintforter aus platztechnischen Gründen nicht beim „Makerspace“ präsentierten. Die Besucher werden aber zumindest einen Eindruck von der Arbeit an der Hochschule bekommen.

Wer dann noch mehr zu Roboter-Programmen oder Laserscannern wissen möchte, für den stellt die Stadtbibliothek eine Ausstellung mit etwa hundert Büchern rund um das Thema „Technik“ im Eingangsbereich zusammen. Noch mehr Lesestoff gibt es natürlich in der Fachabteilung. „Der darf gerne direkt ausgeliehen werden“, betont Schönemann. „Bei all der modernen Technik muss man sich ja auch die Grundlagen aneignen. Wie geht das besser als mit einem guten Buch?“ Auch die VHS wird ihre Kurs-Angebote zum 3D-Drucken und 3D-Zeichnen beim „Makerspace“ vorstellen.

Freier Eintritt ohne Anmeldung

Der „Makerspace“ findet am 8. Oktober von 11 bis 15 Uhr im Stadtfenster an der Steinschen Gasse 26 statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht notwendig. Bei guter Resonanz wollen die Veranstalter über eine Wiederholung nachdenken. „Dafür würden wir dann auch gerne neue Kooperationspartner finden“, sagt Josip Sosic (VHS).

 
 

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