Grünes Licht für Entwicklungsprojekt in Wedau

Die Entwicklung des ehemaligen Bahngeländes in Wedau, hier das Ausbesserungswerk im Bild, kann weitergehen.
Die Entwicklung des ehemaligen Bahngeländes in Wedau, hier das Ausbesserungswerk im Bild, kann weitergehen.
Foto: www.blossey.eu
Der Rat beschließt mit breiter Mehrheit von SPD und CDU den Rahmenplan für das ehemalige Bahngelände. zwischen Wedau und Bissingheim.

Duisburg. Die Planungen für das Entwicklungsprojekt auf dem Gelände der ehemaligen Bahnanlage zwischen Wedau und Bissingheim können weitergehen: Der Rat hat gestern mit breiter Mehrheit von SPD und CDU dem Rahmenplan der Verwaltung zugestimmt. Oberbürgermeister Sören Link betonte noch einmal, wie „wichtig es ist, ein Signal zu setzen. Vor uns liegt noch eine Strecke. Aber jetzt ist die Zeit, das Wohnbauprojekt schnell voranzutreiben.“

Während die großen Parteien grünes Licht gaben, lehnten die Grünen den Rahmenplan ab. Nicht grundsätzlich. „Aber wir kritisieren das Verfahren“, sagte Grünen-Fraktionschefin Claudia Leiße. Sie vermisse ein Energiekonzept und sehe auch nicht die Notwendigkeit eines Zeitdrucks. Es gebe eine Reihe von Fragen, die zunächst geklärt werden sollten: Bis wann ist der Betrieb der Linie RB 37 gesichert? Wurden die hydraulischen Auswirkungen eines Lärmschutzdammes auf den Grundwasserstand in Bissingheim untersucht? Gibt es Erfahrungen mit der Durchführung des „Vergrämungsverfahren“ bei der Zauneidechse? Erst wenn die Verwaltung dies beantwort habe, sollte der Rat über den Rahmenplan entscheiden.

Bürgerversammlung am 4. Juli

Doch das sahen die großen Fraktionen anders. „Diese Fragen sollten erst dann beantwortet werden, wenn sie relevant sind“, sagte SPD-Fraktionschef Herbert Mettler. Und das werde noch dauern. Immerhin habe man vom Aufstellungsbeschluss im Jahre 2004 bis zum Rahmenplan zwölf Jahre gebraucht, wie CDU-Fraktionschef Rainer Enzweiler zurückblickte: „Bis der Bebauungsplan rechtkräftig ist, wird noch viel Wasser den Rhein runterfließen.“

Nicht durchsetzen konnten sich die Linken, die eine Ausweitung des Anteils an sozialem Wohnraum von geplanten zehn Prozent auf 20 Prozent festlegen wollten. Es sei zu früh, „eine feste Größe zu verabschieden“, sagte Planungsdezernent Carsten Tum. Er betonte aber nochmals, „dass wir noch viele Gespräche führen werden.“ Am 4. Juli soll es dazu eine Bürgerversammlung geben.

 
 

EURE FAVORITEN