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Großeinsatz der Polizei in Duisburg: Das steckte hinter der spektakulären Hausbesetzung in Neudorf

Duisburg. 

Die Hausbesetzung eines Gebäudes in der Straußstraße hielt am Samstag den Duisburger Stadtteil Neudorf in Atem.

Neun Männer und Frauen hatten dort seit dem Morgen ein Haus belagert. Die Polizei musste das Haus am späten Nachmittag mit einem Großaufgebot stürmen (hier die Einzelheiten).

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Hausbesetzer wollen Recht auf Mitgestaltung der Siedlung

Was steckte hinter der Aktion? Die Besetzer äußerten sich in einer Mitteilung, die auch bei Facebook auftauchte: Sie wollten demnach darauf aufmerksam machen, dass die Verantwortlichen bei der Stadtentwicklung regelmäßig über die Köpfe der Anwohner hinweg entscheidet.

„Wir sind eine junge Initiative, die sich für ein solidarisches Zusammenleben aller Menschen in Duisburg engagiert“, so das Aktionsbündnis: „Mit dieser Aktion möchten wir in erster Linie die Nachbarschaft unterstützen und dazu ermutigen, weiter für ihr Recht auf Mitbestimmung und Mitgestaltung der Siedlung zu kämpfen.“

Bündnis will „überfällige Debatte anzustoßen“

„Wir fordern die Verantwortlichen der Stadt dazu auf, die Siedlung nach den Wünschen derer zu gestalten, die dort leben, anstatt sie vor vollendete Tatsachen zu stellen.“

Die Gruppe wollte mit ihrer Aktion niemandem stumpf vor den Kopf stoßen, viel eher sahen sie sich „dazu gezwungen, auf diese Weise eine mehr als notwendige und längst überfällige Debatte anzustoßen“.

Das Bündnis lud an diesem Wochenende die Nachbarschaft sowie die Verantwortlichen der Stadt zu einer Diskussionsrunde ein.