Große Resonanz auf Platanen-Aktion

Protestaktion gegen die geplante Fällung von Platanen in der Innenstadt.
Protestaktion gegen die geplante Fällung von Platanen in der Innenstadt.
Foto: WAZ FotoPool

Duisburg.. Gemeinsam gegen die Platanen-Fällung: Noch mehr Unterschriften gegen die geplante Baumfällung an der Mercatorstraße sammelten BUND-Aktivistin Kerstin Ciesla und Jens Schmidt, der Begründer der Facebook-Aktion „Occupy Mercator“, am Samstag bei ihrer gemeinsamen Mahnwache auf dem Averdunkplatz.

Einen guten Blick auf Teile des alten Baumbestandes hatten die beiden Aktivisten während der Protest-Kundgebung und achtstündigen Mahnwache schon. Den meisten Besuchern ihres Infostandes mussten sie die Allee, um die es bei der Protestaktion ging, jedoch gar nicht mehr zeigen. Viele Menschen kennen die Hauptstraße mit dem mehr als 60 Jahre alten Baumbestand bereits sehr gut und kamen nur zu dem Stand, um Unterschriftenlisten abzugeben.

Hauptbahnhof als Visitenkarte der Stadt

„Die Resonanz ist gigantisch“, freute sich Ciesla, die Vorsitzende des BUND. Einen Überblick, wie viele Stimmen mittlerweile zusammen gekommen sind, hat sie nicht. „Aber die Tausender-Marke haben wir sicher geknackt“, meint sie. Auch Jens Schmidt freute sich, wie viele Bürger gegen die geplante Baumfällung unterschrieben. Er selber konnte für seine Facebook-Aktion „Occupy Mercator“, die sich ebenfalls gegen die Baumaßnahmen wendet, schon mehr als 500 Unterstützer gewinnen.

Zwar lebt Schmidt erst seit zwei Jahren in der Stadt, aber er bezeichnet sich als „Wahl-Duisburger“ und der Baumbestand am Hauptbahnhof sei ihm ans Herz gewachsen: „Unser Hauptbahnhof ist eine Visitenkarte und der erste Eindruck für Besucher“, findet er. Die Maßnahmen zur Änderung der Verkehrsführung in Verbindung mit der Baumfällung sei für ihn eine „Verschandelung“.

Bis zur Ratssitzung zum 8. Juli, bei der das endgültige Urteil über die Bebauungsmaßnahmen fallen könnte, wollen der BUND und „Occupy Mercator“ noch Stimmen gegen die Pläne sammeln. Damit möchten sie den Bürgern ein Mitspracherecht bei der Entscheidung ermöglichen. Kontakt: info@bund-duisburg.de.

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