Größter Trampolinpark Deutschlands hat in Duisburg eröffnet

Zlatan Alihodzic
Runter kommen sie immer, dafür stehen im Trampolinpark mit Schaumstoffquadern gefüllte Becken bereit.
Runter kommen sie immer, dafür stehen im Trampolinpark mit Schaumstoffquadern gefüllte Becken bereit.
Foto: FUNKE Foto Services
Der 3000 Quadratmeter große Trampolinpark „Superfly“ ist eröffnet. Viele Besucher am ersten Tag sind Kinder – und die Älteren fühlen sich auch so.

Duisburg. Sportlich sehen die ersten Gäste des Trampolinparks „Superfly“ aus. Jung, manche ziemlich durchtrainiert, und alle sind sie motiviert, am besten bis unter das Dach der Halle am Sternbuschweg zu springen. Jedenfalls um 14.30 Uhr, Deutschlands größte Absprung-Anlage hat gerade eröffnet. Keine 20 Minuten später sieht das schon anders aus. Die meisten Köpfe leuchten knallrot, die Shirts sind durchgeschwitzt. Hier kommt man sich zwar vor wie ein Kind, ein Kinderspiel ist der Hüpfspaß allerdings nicht.

Auf rund 3000 Quadratmetern kann man sich austoben, tatsächlich werden die Besucher auf mehr als 400 Quadratmeter Sprungfläche in die Luft katapultiert. Kai steht recht zurückhaltend in der Mitte der Anlage, er drängelt nicht gerade in Richtung der Trampoline. „Wenn ich ein paar Jahre jünger wäre, würde ich das alles machen“, sagt der 43-Jährige und schaut zum Basketballkorb, zu den langen Trampolinbahnen und zum Trapez über dem mit Schaumstoffquadern gefüllten Becken. „Aber ich bin da vorne gerade schon zehn Minuten gesprungen, das reicht erst mal.“

Klare Benimmregeln im Trampolinpark

Sein Sohn Justin sieht das anders. Ihm reicht es noch längst nicht. „Ich kenne das zum Beispiel aus dem Sportunterricht und mag dieses Hüpfen und Fliegen einfach“, erzählt Justin. So sehr, dass er nächste Woche vielleicht sogar seinen 15. Geburtstag bei „Superfly“ feiern möchte. „Ich war sogar fast schon so weit, mit ihm nach Hamburg zu fahren, wo es eine ähnliche Anlage gibt“, erzählt Vater Kai. „Dass wir das hier entdeckt haben, war dann Glück“, sagt der Oberhausener.

InfoDass die Sprünge ein anstrengendes Vergnügen sind, bemerken wohl alle Besucher nach wenigen Minuten. Dazu kommt, dass selbst die Wege von einer Attraktion zur nächsten meist dick gepolstert sind, bei jedem Schritt muss der Körper ausbalanciert werden. Und dann müssen auch noch die Regeln beachtet werden. Wenn ein Pfiff durch die weite Halle schrillt, hat wieder jemand Schabernack getrieben und wird von den Mitarbeitern im Schiedsrichter-Look zur Mäßigung gerufen. Gelbe Karten haben sie auch in der Tasche, schließlich „ist in diesem Raum viel Energie“, beschreibt Tim Johannknecht vom „Superfly“-Management vorsichtig.

Erwachsene fühlen sich hier eben wieder um Jahrzehnte zurückversetzt. Das sagt auch Dominik, der mit Rückwärtssalti durch die Luft fliegt. Der 18-Jährige ist allein aus Rheinberg in die Halle gekommen, um gleich bei der Eröffnung dabei zu sein. Die Besucher auf den Trampolinen neben ihm sind deutlich jünger, „und ich fühle mich natürlich auch wie ein Kind. Aber das macht Spaß.“