Duisburg

„The Dome“-Moderator Giovanni Zarrella verrät: „Ich bin großer Helene-Fischer-Fan“ – und das gibt es bald von mir musikalisch Neues

Giovanni Zarrella erzählte im DER WESTEN-Interview über seine Chor-Vergangenheit, seine neue Platte und seine Leidenschaft für den Fußball.
Giovanni Zarrella erzählte im DER WESTEN-Interview über seine Chor-Vergangenheit, seine neue Platte und seine Leidenschaft für den Fußball.
Foto: WDR

Duisburg. Giovanni Zarrella ist ein gefragter Mann im Musik-Business. Am Freitagabend ist er in der Jury bei „Der beste Chor im Westen“ im WDR-Fernsehen zu sehen, eine Woche später wird er das große Comeback von „The Dome“ moderieren.

DER WESTEN hat mit dem sympathischen Deutsch-Italiener gesprochen. Uns hat der 40-Jährige verraten, weshalb „The Dome“ für ihn etwas ganz besonderes ist, warum er großer Fan von Helene Fischer ist und ihn Borussia Dortmund begeistert.

Und auch musikalisch kündigt der Ex-Bro'Sis-Sänger Neuigkeiten für das kommende Jahr an.

Hallo Giovanni, Du sitzt bei „Der beste Chor im Westen“ in der Jury. Warst du selbst mal ein Chorknabe?

„Ich habe tatsächlich im Kirchenchor in Baden-Württemberg angefangen. Das waren meine ersten Gesangserfahrungen, das war echt super hilfreich. Das große Know-how und das Gefühl, was funktioniert als Song, was kommt an in der Musikwelt und was nicht. Das habe ich dann in meiner Bro'Sis-Zeit und später entdeckt.“

Worauf kommt es dir als Jury-Mitglied bei „Der beste Chor im Westen“ an?

„Es treten Chöre auf einem sehr hohen Niveau gegeneinander an. Das ist eine tolle Show. Eigentlich wie eine Casting-Show für Chöre. Das schöne bei den Chören ist die Gemeinschaft. Bei Castings sind normalerweise alle für sich. Bei den Chören gibt es eine Gemeinschaft wie in einer Fußball-Mannschaft. Das finde ich klasse.

Und bei den Auftritten kommt es auf die Optik, die Choreografien an. Wie präsentieren sie sich, was haben sie sich ausgedacht? Und dann natürlich das Musikalische: Welcher Schwierigkeitsgrad, stecken sie mich musikalisch an, berührt es mich emotional?“

Nächste Woche sehen wir dich schon wieder im Fernsehen, dann bei der großen Rückkehr von „The Dome“ in Oberhausen, die du moderierst. Was ist größer – Vorfreude oder Lampenfieber?

„Auf jeden Fall die Vorfreude. Lampenfieber habe ich immer. Das wird für mich eine Reise in die Vergangenheit. Ich glaube, ich war zwölf Mal mit Bro'Sis dort und dreimal alleine. Es ist ein unfassbares Highlight, wie ein Klassentreffen für die Musiker. „The Dome“ war eine Institution. Ich hoffe, dass wir es wieder dazu machen können.

Es ist einfach auch etwas besonderes für das Publikum, weil die Fans so viele Künstler auf einmal zu sehen bekommen.“

Du hast Bro'Sis angesprochen. Immer wieder gab es Gerüchte über ein Comeback. Kannst du den Fans Hoffnung geben?

„Ich glaube, da müssen sich die Fans an die alten Hits halten. Ein Comeback wird es nicht geben. Bis vor ein paar Jahren habe ich es für möglich gehalten. Aber wir haben uns alle toll entwickelt.“

Du warst zuletzt eher als Moderator aktiv, wann hört man wieder etwas Musikalisches von dir?

„Ich arbeite an einer eigenen Platte auf Italienisch, mit tollen Leuten. Mir war wichtig, wenn ich etwas mache, dann richtig und mit anständigem Stil. Es werden Songs sein, die man vielleicht schon kennt, aber auf Italienisch. So viel kann ich schon verraten. Das wird ein schönes Format, ich kann es kaum abwarten und brenne wirklich drauf. Im März wird es präsentiert, im Sommer kommt es raus.“

Das klingt spannend...

„Ja, die Musik ist und bleibt meine große Liebe. Es ist ein Traum von mir, Moderation und Musik zu verbinden. Als Moderator Gäste zu begrüßen, und selbst ein paar Lieder mit ihnen zu singen. So wie es etwa Carmen Nebel oder Florian Silbereisen machen. Ich bin echt ein Riesen-Fan von Florian und Helene Fischer. Sie hat den Schlager in Deutschland wieder salonfähig gemacht.“

Das klingt so, als wärst du zu beschäftigt, um im Januar ins Dschungel-Camp einzuziehen...

„Es gab immer wieder mal Anfragen. Das Dschungel-Camp ist für mich Riesen-Unterhaltung, Jana Ina und ich sind große Fans. Aber ich werde da nie reingehen. Ich habe eine Verantwortung für unsere Kinder, mich und mein Umfeld. Und ich will Sachen machen, die Mama stolz machen. Und da gehört der Dschungel für mich nicht dazu.“

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Du hast in der Jugend für den VfB Stuttgart gekickt, bist großer Fan vom AS Rom. Wem drückst du eigentlich in der Bundesliga die Daumen?

„Man kann sein Herz ja nur einmal vergeben. Aber in Deutschland drücke ich dem 1. FC Köln die Daumen und bin sehr froh, dass Anthony Modeste wieder zurück ist. Ich kenne ihn gut, unser Kinder und Frauen sind gut befreundet. Er hat sehr gelitten in China.

Aber ich bin auch totaler Fan vom BVB in dieser Saison. Ihre Begeisterung, ihr Spielwitz, davon lasse ich mich mitreißen. Mein Sohn ist auch großer Roma-Fan, aber auch er fiebert sehr beim BVB mit. Wir fahren in den letzten Jahren immer zu den DFB-Pokalfinals, das ist Tradition geworden. Also man kann sagen: Die Zarrellas sind große Fußball-Fans.“

Du kennst auch einige Nationalspieler gut. Wie hast du das Ausscheiden bei der WM und die ganze Nebengeräusche um Mesut Özil verfolgt?

„Da sind ganz viele unglückliche Dinge gelaufen. Erst das ganze mit Özil und Gündogan. Dann die Thematik mit Neuer, wo ter Stegen die Nummer eins war und dann kam Neuer zurück, ohne ein Pflichtspiel davor gemacht zu haben. Das wurde ein bisschen unter den Teppich gekehrt.

Dann bist du als Weltmeister einfach ein bisschen satter, machst vielleicht einen Schritt weniger. Plötzlich bist du ganz schnell raus. Das ging allen Weltmeistern bei den letzten drei Turnieren so, auch uns Italienern 2010. Ebenfalls von Italien bin ich total überrascht, der Fußball aktuell gefällt mir.“

Kickst du eigentlich selbst auch noch?

„Ja, ich kicke regelmäßig bei den Alten Herren in Köln. Das ist die Ü32, letztens habe ich ein Freistoßtor gemacht. Das hat gut getan, gut für die Seele (lacht). Das macht immer noch Spaß.“

Giovanni Zarrella ist gemeinsam mit Natalie Horler (Frontfrau von Cascada), Jane Comerford (Sängerin von Teaxs Lightning) und Rolf Schmitz-Malburg (Rundfunkchor des WDR) in der Jury bei „Der beste Chor im Westen“ zu sehen. Gedreht wurde im Landschaftspark Duisburg-Nord und in der Hammer Alfred-Fischer-Halle. Die erste Ausstrahlung gibt es am Freitagabend (20.15 Uhr im WDR), die zweite am 30. November im WDR-Fernsehen.

 
 

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