GEW bündelt Protest gegen Mängel bei Inklusion

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) will den Protest von Schulen und Eltern gegen die mangelnde Personalausstattung der Duisburger Schulen für die Umsetzung der Inklusion bündeln, um gemeinsam aktiv zu werden. „Verantwortlich ist nicht die Stadt, sondern die Landesregierung und die Bezirksregierung Düsseldorf“, sagt der Vorsitzende des GEW-Stadtverbandes, Norbert Müller.

„Das Land schreibt die Inklusion auf seine Fahnen, aber es darf nichts kosten“, beklagt Müller. In vielen Schulen fehle es nicht nur an Personal, sondern auch an Material, geeigneten Räumen und rechtzeitiger Fortbildung der Lehrer. Das, so der GEW-Stadtvorsitzende, belege auch die Umfrage des Landesverbandes der Gewerkschaft. Dort hatten 75 % der Schulleiter fehlendes Personal beklagt (wir berichteten).

Auf die Defizite im Duisburger Schulsystem habe die Elternschaft der Hebbelschule exemplarisch hingewiesen, indem sie per Online-Petition beim Landtag gegen den Abzug von Sonderpädagogen protestierte. „Wir haben die Petition heute abgegeben“, berichtete am Freitag Dr. Christina Herold, eine der Initiatorinnen.

Schon zuvor habe es an der Hebbelschule kein „De Luxe-Modell“ sondern nur den personellen Mindeststandard gegeben, betont Rüdiger Wüllner von der GEW-Fachgruppe Grundschulen. Der vorgesehene Standard – auf zehn Kinder mit Förderbedarf ein Sonderpädagoge – werde fast überall in der Stadt unterschritten: „Wir liegen unter 1:15.“

Betroffene Schulen und Eltern fordert die GEW auf, sich auf ihrer Internetseite www.gew-nrw.de zu informieren und sich zu melden unter 0203/311323 für die Vernetzung zum gemeinsamen Protest.

 
 

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