Gericht weist Zivilklage einer 47-Jährigen zur Loveparade ab

Eine 47-Jährige trug vor, sie sei am Unglückstag bei einem Fest in der Nähe des Veranstaltungsgeländes gewesen, habe zeitweise auch den Tunneleingang sehen können und später erfahren, dass dort Menschen zu Tode gekommen seien.
Eine 47-Jährige trug vor, sie sei am Unglückstag bei einem Fest in der Nähe des Veranstaltungsgeländes gewesen, habe zeitweise auch den Tunneleingang sehen können und später erfahren, dass dort Menschen zu Tode gekommen seien.
Foto: WAZ Fotopool
Die Frau hatte Schmerzensgeld und Schadenersatz gefordert. Sie war jedoch nur in der Nähe des Unglücksorts auf einer Feier und nicht direkt betroffen.

Duisburg. In einem wahren Sitzungsmarathon hatte sich die 4. Zivilkammer des Landgerichts Duisburg Anfang des Monats mit gleich vier Klagen auseinander gesetzt, bei denen im Zusammenhang mit dem Loveparade-Unglück Schmerzensgeld und Schadenersatz gefordert wurden. Im ersten der vier Fälle hat die Kammer bereits am Donnerstag eine Entscheidung getroffen.

Wenig überraschend wies das Gericht die Klage einer Frau ab, die am 24. Juli 2010 angeblich traumatisiert worden war. Die 47-Jährige hatte insgesamt rund 34.000 Euro Schmerzensgeld und Schadenersatz vom Veranstalter Lopavent, deren Geschäftsführer Rainer Schaller, der Stadt Duisburg und dem Land NRW gefordert.

Frau klagte wegen einer posttraumatischen Belastungsstörung

Sie trug vor, sie sei am Unglückstag bei einem Fest in der Nähe des Veranstaltungsgeländes gewesen, habe zeitweise auch den Tunneleingang sehen können und später erfahren, dass dort Menschen zu Tode gekommen seien. Als Folge leide sie unter einer posttraumatischen Belastungsstörung.

Die Zivilkammer vermochte allerdings keinen Ursachenzusammenhang zu erkennen, den sie den Beklagten hätte zurechnen können. Die Kosten trägt die Klägerin.

 
 

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