Duisburg

Schüsse bei Festnahme durch SEK: Duisburger (47) aus Rotlichtmilieu vor Gericht

Foto: Marcel Storch

Duisburg. Als das Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei Shaban I. (47) im vergangenen Dezember in Duisburg gegen 3 Uhr nachts mit Durchsuchungsbeschluss festnehmen will, zückt dieser seine Waffe.

Während die Einsatzkräfte die Tür zu seiner Wohnung mit einer Ramme aufbrechen wollen, schießt der Angeklagte von innen auf die geschlossene Tür. Der Schuss bleibt in der Türklinke stecken. Die Polizisten bleiben unverletzt und können den Angeklagten anschließend in seinem Badezimmer widerstandslos festnehmen.

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Schuss auf SEK und Körperverletzung: Duisburger aus Rotlichtmilieu angeklagt

Der 47-jährige Duisburger ist nun wegen versuchten Totschlags, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Verstoß gegen das Waffengesetz angeklagt. Außerdem ist dem Prozess noch ein Verfahren wegen schwerer Körperverletzung in zwei Fällen angehängt.

Zwei Männer zusammengeprügelt

Laut Anklageschrift ging dem SEK-Einsatz folgender Falll voraus: Im Mai 2017 sollder im Rotlichtmilieu aktive Angeklagte Geld für die Dienste einer Prostituierten habe eintreiben wollen. Vor einem Duisburger Imbiss traf er sich wohl mit seinem späteren Opfer und forderte 100 Euro pro Stunde für die Prostituierte, die die letzten zwei Tage beim Opfer gewohnt hatte.

Als sich das Opfer, mittlerweile selbst in Griechenland in Haft, weigert zu zahlen und angibt, der Prostituierten nur helfen zu wollen, schlägt der Angeklagte laut Anklage mit einem Metallgegenstand dem Opfer auf den Kopf und verletzt den Mann schwer. Auch einen zweiten hinzugeeilten Mann schlagen er und ein unbekannter Mittäter krankenhausreif.

SEK-Beamte sagen aus

Für den Prozess sind fünf Verhandlungstage angesetzt. Der Angeklagte will sich am Dienstag zur Sache äußern. Anschließend werden die Beteiligten SEK-Beamten vernommen. Das Urteil soll am 13. Juli fallen.

 
 

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