Gaststätten räumten bei „Make up Duisburg“ ab

Auf dem ersten Platz unter den Häusern mit Stuck landete dieser detailreiche Altbau im Wasserviertel.
Auf dem ersten Platz unter den Häusern mit Stuck landete dieser detailreiche Altbau im Wasserviertel.
Foto: Duisburg-Kontor
  • Die schönsten Fassaden gibt es in diesem Jahr in Ruhrort, Marxloh und im Wasserviertel
  • Hauseigentümern winken in jedem Jahr Preisgelder von insgesamt 5000 Euro
  • Viele Immobilienbesitzer scheuen offenbar eine Bewerbung bei „Make up Duisburg“

Duisburg.. Ob das Herz der Juroren beim Fassaden-Wettbewerb „Make up Duisburg“ in diesem Jahr ganz besonders für die heimische Gastronomie schlug? Jedenfalls landeten unter den drei Erstplatzierten in den unterschiedlichen Kategorien gleich zwei gastliche Stätten.

„Gast- und Schankwirtschaft Alt-Ruhrort“ steht in altertümlich geschwungener Schrift an der Fassade zum Ruhrorter Neumarkt, aber bekannter ist die Lokalität unter dem Namen „Zum Itze“, und eine Einkehr ist schon fast ein Muss für jeden Ruhrort-Touristen, der auf der Suche nach dem Wesen des Hafenstadtteils ist.

„Einfach Brendel“ heißt es in moderner Schrift an dem zweiten ausgezeichneten Gebäude an der Fuldastraße im Wasserviertel, das von der Jury auf Platz 1 unter den Häusern mit Stuck gewählt wurde. Das schmucke Eckhaus wartet mit einer Vielzahl von Fassadendetails auf, die durch die farbliche Gestaltung noch hervorgehoben wurden.

Wettbewerb seit 1973

Sowohl am Neumarkt als auch im Wasserviertel war es der Neudorfer Malerbetrieb Horst Münzberger, der für die Siegerfassaden verantwortlich zeichnete. Die dritte prämierte Fassade gestaltete der Hamborner Malerbetrieb Gerhard Schmidt im Auftrag der Wohnungsgenossenschaft Duisburg-Hamborn an der Mathildenstraße 26 - 32, wofür es den Platz 1 in der Kategorie Wohnsiedlungen gab.

„Es zahlt sich aus, Jahr für Jahr Millionen in die Instandhaltung unserer Siedlungen zu investieren“, kommentierte Axel Kocar, technischer Vorstand der Hamborner Genossenschaft, die Auszeichnung.

Der Fassadenwettbewerb „Make up Duisburg“ regt seit 1973 Hauseigentümer dazu an, das Stadtbild Duisburgs zu verschönern. Den Teilnehmern des Wettbewerbs winken zudem Preise von insgesamt 5000 Euro. Veranstalter des Wettbewerbs der am schönsten gestalteten Fassaden sind das Duisburg-Kontor, die Sparkasse Duisburg, die Maler- und Lackierer-Innung Duisburg und der Verein der Haus- und Grundeigentümer Groß-Duisburg. Für die Auszeichnung 2015 hatte die Jury die Auswahl aus 50 vorgeschlagenen Gebäuden, von denen die Hälfte in die Endauswahl kam, die vor Ort begutachtet wurden. Für die Kategorien Hinterhöfe und Verwaltungsgebäude hatte es im letzten Jahr keine Vorschläge gegeben.

Bewerben können sich Hauseigentümer, die im aktuellen Jahr ihre Gebäude auch äußerlich renoviert haben. Die Handwerker würden immer wieder aufgefordert, die Immobilienbesitzer zur Bewerbung zu ermuntern, erklärte Stefan Piel, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft. Gleich sei auch bei der aktuellen Rundfahrt zu den Fassadenschönheiten wieder aufgefallen, wie viele gut gestaltete Gebäude für den Wettbewerb gar nicht gemeldet wurden.

Bewerbungen noch bis Ende des Jahres möglich

Die Bewerbungsphase für „Make up Duisburg“ 2016 läuft bis zum 31. Dezember dieses Jahres.

Die Broschüre mit den Teilnahmebedingungen für 2016 liegt ab Ende August oder Anfang September in der Tourist Information Duisburg (Königstraße 86), bei der Maler- und Lackierer-Innung sowie bei der Sparkasse Duisburg aus.

Ferner steht sie unter www.duisburgnonstop.de im Internet als Download zur Verfügung.


Weitere Informationen zum alljährlichen Fassadenwettbewerb erhalten Interessierte natürlich auch bei der Maler- und Lackierer-Innung Duisburg unter 0203/ 99 63 40.

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