Für die Abwahl-Initiative in Duisburg hat sich der Kampf gelohnt

Stefan Endell
Theo Steegmann von der Abwahl-Initiative gegen OB Adolf Sauerland betritt den Ratssaal Foto: Stephan Eickershoff/WAZFotoPool
Theo Steegmann von der Abwahl-Initiative gegen OB Adolf Sauerland betritt den Ratssaal Foto: Stephan Eickershoff/WAZFotoPool
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Duisburg. War das jetzt der Neuanfang für Duisburg? Was sagt Theo Steegmann, das Gesicht der Abwahl-Initiative dazu? Drei Dinge sieht er positiv: Auch wenn die Menschen die Loveparade-Tragödie langsam vergessen würden, hätten alle Politiker und Parteien - bis auf Lensdorf und die CDU - einen „offenen, ehrlichen Umgang mit dem Thema gefunden.“

Das schreckliche Thema werde der Stadt ja leider für immer erhalten bleiben. Zudem, so Steegmann, hätten die Bürger mit der Abwahl von Sauerland an Selbstbewusstsein gewonnen. „Es gibt heute eine kritische Öffentlichkeit.“ Beispiel: Die Bürger und der Kampf um die Rheinoper, die Bürger und der Zinkhüttenplatz, die Bürger und der Haushalt. „Die Menschen gucken anders hin und mischen viel stärker mit als in der Zeit davor.“

Auch habe sich nach dem Zwangsabgang von Sauerland der Ton zwischen den Parteien und der Bürgerinitiative verbessert: Hatte Sauerland noch übel polemisiert, herrschte danach im Wahlbündnis bei der Suche nach einem überparteilichen „Joachim Gauck für Duisburg“ ein sachlicher, angenehmer Ton; auch wenn der „Gauck“ nicht gefunden wurde, hoffe er, dass die Umgangsformen erhalten bleiben. Man werde aber weiterhin „Stachel im Fleisch“ sein, sagt Steegmann. Zum Beispiel bei der Frage, welche Dezernenten denn bald ins Rathaus einziehen: „Der neue Kulturdezernent muss endlich fachlich qualifiziert sein. wir werden uns da einmischen.“ Apropos „einmischen“: Tritt die BI bald selber zur Wahl an? „Das will ich nicht ausschließen.“