Für das Mercator-Quartier fallen die ersten Bäume

Um archäologische Untersuchungen durchzuführen,  werden in dieser Woche Bäume auf dem Gelände des künftigen Mercator-Quartiers gefällt. Foto: Hans Blossey
Um archäologische Untersuchungen durchzuführen, werden in dieser Woche Bäume auf dem Gelände des künftigen Mercator-Quartiers gefällt. Foto: Hans Blossey
Foto: www.blossey.eu

Duisburg. Die Stadt Duisburg will bekanntlich das Areal zwischen Obermauerstraße, Gutenbergstraße und Kuhlenwall als Mercator-Quartier städtebaulich neu ordnen. Nun sollen 21 Bäume auf dem Gelände gefällt werden, so die Stadtverwaltung.

Wie bei allen innerstädtischen Bauprojekten seien Vorgrabungen notwendig, um mögliche archäologischen Funde schon frühzeitig zu bewerten. So würden zahlreiche Funde unter anderem im Bereich des ehemaligen Wohnhauses von Gerhard Mercator erwartet. Auch für zukünftige Investoren, so die Stadt in einer Mitteilung, müsse das archäologische Risiko kalkulierbar sein.

Masterplan ist Basis

Für die Durchführung der Arbeiten müssen demnach in vier Bereichen Bäume gefällt werden. Dies wurde bei einer Ortsbesichtigung mit dem zuständigen Amt für die archäologischen Ausgrabungen, dem Amt für Umwelt und Grün und der Baumschutzkommission des Bezirksamtes Mitte im Vorfeld festgelegt. Sollten die archäologischen Grabungen es erfordern, müsste für die Fällung von weiteren einzelnen Bäumen die Zustimmung des Amtes für Umwelt und Grün und der Bezirksvertretung Mitte eingeholt werden. In ihrer Sitzung am 23. Februar hatte die Bezirksvertretung Mitte einen entsprechenden Beschluss gefasst. Mit der Fällung der Bäume wird im Laufe dieser Woche begonnen. Ersatzpflanzungen werden vorgenommen.

Unter Berücksichtigung des Masterplanes Innenstadt fand im Frühjahr 2011 ein städtebaulicher Wettbewerb zur Überplanung des Gebietes statt. Im März 2011 konnte den Bürgerinnen und Bürgern der Siegerentwurf präsentiert werden. Das erarbeitete städtebauliche Konzept des Siegerentwurfes sieht eine Realisierung des Quartiers in vier Bauabschnitten vor. Geplant ist eine urbane Wohnbebauung und eine Nutzungsmischung für unterschiedliche Lebens- und Wohnformen unter Berücksichtigung der historischen Bezüge.