Fressnapf-„Leckerchen“ kommen bald vom Duisburger Logport

Beim Fressnapf-Richtfest: OB Sören Link, Christof Prange von Bauherr Goodman, Fressnapf-Inhaber Torsten Toeller, Fressnapf-Geschäftsführer Alfred Glander und Markus Teuber vom Duisburger Hafen.
Beim Fressnapf-Richtfest: OB Sören Link, Christof Prange von Bauherr Goodman, Fressnapf-Inhaber Torsten Toeller, Fressnapf-Geschäftsführer Alfred Glander und Markus Teuber vom Duisburger Hafen.
Foto: Funke Foto Services
  • Fressnapf eröffnet im Dezember ein riesiges Logistikzentrum in Duisburg-Rheinhausen
  • Es sollen bis zu 130 Arbeitsplätze entstehen bei Europas Marktführer für Haustierbedarf
  • Fressnapf will in den nächsten Jahren mit hohem Tempo weiter wachsen

Duisburg. Bei der Versorgung von Hund, Katze oder Wellensittich wird Duisburg in Zukunft eine ganz wichtige Rolle spielen. Im Dezember will die Fressnapf-Gruppe auf dem Logport-Gelände in Rheinhausen ein über 31 000 Quadratmeter großes Logistikzentrum in Betrieb nehmen, und das Unternehmen gilt als Europas Marktführer beim Haustierbedarf. Am Freitagmorgen wurde an der Europaallee Richtfest gefeiert.

Dabei gab es beim Bauherrn und beim künftigen Nutzer überaus glückliche Gesichter, handelt es sich doch um das letzte unbebaute größere Grundstück auf dem 265 Hektar großen Gelände der früheren Krupp-Hütte.

Verbindung zu Seehäfen Antwerpen und Rotterdam hat für Duisburg gesprochen

Knapp 20 Millionen Euro investiert das auf Bau und Betrieb von Logistikimmobilien spezialisierte Unternehmen Goodman in den Neubau auf dem Logport-Gelände. In Duisburg verwalten die Düsseldorfer rund 185.000 Quadratmeter Logistikfläche mit Mietern wie Amazon, DHL, Havi Logistics, Volkswagen – und bald Fressnapf.

Für den Standort Duisburg habe vor allem die logistische Verbindung zu den Nordseehäfen Antwerpen und Rotterdam gesprochen, erläuterte Fressnapf-Geschäftsführer Alfred Glander. Denn Ware beziehe man von Produzenten in der ganzen Welt, beispielsweise Katzenstreu aus einer Mine im US-Bundesstaat Wyoming, das über den kanadischen Hafen Montreal nach Europa verschifft werde.

Fressnapf bringt 130 neue Arbeitsplätze nach Duisburg

238 Meter lang wird die künftige Versorgungsbasis fürs heimische Tier, 120 Meter breit und stolze 12,20 Meter hoch. Man wolle „jeden Kubikmeter ausnutzen, kündigte Glander an. Zur Inbetriebnahme im Dezember werden im neuen Logistikzentrum 80 bis 85 Mitarbeiter beschäftigt, mit Aufnahme des geplanten Drei-Schicht-Betriebes sollen es am neuesten Fressnapf-Standort rund 130 sein.

Das 1990 von Torsten Toeller in Erkelenz gegründete Unternehmen erwirtschaftet heute mit rund 1400 eigenen oder Franchise-Niederlassungen (davon knapp 900 in Deutschland, die anderen in zehn weiteren europäischen Ländern) und rund 10 000 Mitarbeitern einen Umsatz von zwei Milliarden Euro im Jahr. Weiteres Wachstum, so der Gründer beim Richtfest, sei die „klare Strategie für die nächsten Jahre“. So soll die Zahl der eigenen Geschäfte verdoppelt werden.

Oberbürgermeister Sören Link betonte die Bedeutung der Logistik für Duisburg und forderte mit Blick auf A 40-Rheinbrücke höhere Infrastrukturinvestitionen und deutliche kürzere Planungszeiten.

Hauptsitz ist Krefeld

Krefeld ist der Unternehmenssitz von Fressnapf. In der Zentrale sind 1200 Mitarbeiter beschäftigt. Von Krefeld aus werden zur Zeit rund 9000 Artikel zu den Fressnapf-Geschäften in ganz Europa transportiert. Insgesamt betreibt Fressnapf vier Lager, die künftig von Logport aus beliefert werden sollen.

 
 

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