Duisburg

Freibad in Duisburg droht Gewalttätern mit harten Strafen – ein Vorbild für andere Bäder?

Das Freibad Kruppsee in Duisburg hat nach eigenen Angaben noch keine Probleme mit Gewalttätern - droht diesen aber mit harten Strafen.
Das Freibad Kruppsee in Duisburg hat nach eigenen Angaben noch keine Probleme mit Gewalttätern - droht diesen aber mit harten Strafen.
Foto: Fabian Strauch/ FUNKE Foto Services

Duisburg. In der vergangenen Woche mehrten sich die Meldungen über gewalttätige Auseinandersetzungen in Freibädern. Das Freibad Kruppsee in Duisburg möchte Übeltätern nun mit harten Strafen begegnen.

Duisburg: Freibad Kruppsee droht mit harter Strafe

Das Freibad Kruppsee in Duisburg ist nach eigenen Aussagen bisher von Ausschreitungen verschont geblieben. Um solche Vorfälle auch in Zukunft zu vermeiden, droht das Bad Übeltätern mit harten Strafen. „Wir werden besonders an Wochenenden, an denen viele Familien mit Kindern bei uns zu Besuch sind, auch weiterhin auf Unterstützung durch Sicherheitsfirmen setzen und bei Bedarf von unserem Hausrecht Gebrauch machen“, heißt es in einer Mitteilung bei Facebook.

Dies bedeutet: im strengsten Fall komplettes Saisonverbot.

Eskalation in NRW-Freibädern

In Essen gingen vergangene Woche acht junge Männer auf zwei Bademeister los. Die Gruppe provozierte einen 22-Jährigen, spritzten ihn aus dem Becken heraus mit Wasser an. Als er sie aufforderte, das zu unterlassen, eskalierte die Situation im Schwimmbad. Auf der Flucht boxten sie noch einem 12-jährigen Mädchen in den Bauch (>> hier mehr dazu lesen).

Gleich zwei Vorfälle ereigneten sich am Wochenende im Düsseldorfer Rheinbad. Am Samstagabend stand ein Familienvater plötzlich hunderten Jugendlichen gegenüber. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort, das Freibad musste geräumt werden. Ein ähnliches Bild bot sich am Sonntag: Erneut gab es Auseinandersetzungen und kleinere Schlägereien. Wieder musste das Bad dicht gemacht werden (>> hier mehr zu den Ausschreitungen).

Mehr Ausschreitungen in Schwimmbädern

Der Bundesverband Deutscher Schwimmmeister beklagt schon seit längerem eine zunehmende Aggressivität in Freibädern. „Ich bin jetzt 45 Jahre im Job", sagt Verbandspräsident Peter Harzheim. „Man hat sicherlich einiges erlebt, aber was sich in den letzten 40 Jahren getan hat, ist doch erschreckend. Das Wort „Respekt" hatte früher eine ganz andere Bedeutung als heute." In den vergangenen zehn bis 20 Jahren habe sich das gründlich geändert.

Christian Ochsenbauer von der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen bestätigt die Darstellung: Das Thema Aggressivität schlage derzeit hohe Wellen, sagt der Verbandsgeschäftsführer. „Ich kann den Verband Deutscher Schwimmmeister nur darin unterstützen, dass härter durchgegriffen werden muss."

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• Mehr zum Thema:

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Kruppseebad: Über 10.000 Badegäste in der vergangenen Woche

In der vergangene Woche sorgte hingegen andere Ereignisse im Kruppseebad für Aufregung: Ein Einbruch, Chlorgas-Fehlalarm und der Kruppsee-Cup. Bei dem Diebstahl konnte hingegen nichts entwendet werden.

Zusätzlich fanden über 10.000 Badegäste ihren Weg ins Bad. Daher bedanken sich die Betreiber ausdrücklich bei „Aufsichten, Reinigungskräften, Kiosk-Personal, ehrenamtlichen Helfern und weiteren Unterstützern“. (mb/dpa)

 
 

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