Duisburg

Mülheimer sollen Frauen mit Voodoo-Zauber zur Prostitution gezwungen haben

Das Duisburger Landgericht. (Archivbild)
Das Duisburger Landgericht. (Archivbild)
Foto: Stephan Eickershoff (Archiv)
  • Duo aus Mülheim vor Duisburger Landgericht
  • Vorwurf: Frauen aus Nigeria nach Deutschland geschmuggelt und zur Prostitution gezwungen
  • Um sie gefügig zu machen, sollen sie mit Voodoo-Zauber belegt worden sein

Duisburg. Sie sollen drei Frauen aus Nigeria mit einem Vodoo-Zauber belegt haben und sie anschließend in Deutschland zur Prostitution gezwungen haben.

Vor dem Duisburger Landgericht sind ein Mann (25) und eine Frau (Alter unbekannt) aus Mülheim angeklagt.

Voodoo-Prozess in Duisburg: Duo aus Mülheim soll Frauen aus Nigeria zur Prostitution gezwungen haben

Der Vorwurf wiegt schwer: Menschenhandel, Zwangsprostitution, Körperverletzung, Diebstahl und Anstiftung zum Verstoß gegen das Aufenthaltsgesetz.

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Mülheimer Duo angeklagt

Laut Anklage soll das Mülheimer Duo zunächst drei Frauen in Nigeria mit einem Voodoo-Zauber belegt haben. Dieser Zauber drohte mit Konsequenzen für die Frauen und ihre Familienangehörigen, falls sie nicht taten, was ihnen gesagt wurde.

„So sollten sie gefügig gemacht werden. Ihnen wurde gedroht: Bei Verstoß passiert ihrer Familie etwas“, erklärte Pressesprecher Thomas Sevenheck.

Nigerianische Frauen nach Deutschland geschleust

Anschließend seien die nigerianische Frauen über Italien nach Deutschland geschmuggelt worden. Um die Schlepper-Kosten von 25.000 bis 60.000 Euro abzuarbeiten, wurden sie hier zur Prostitution gezwungen.

Die Angeklagten sollen dabei als Schleuser tätig gewesen sein. Dazu sollen sie auch einen Ausweis gefälscht haben.

Tausende nigerianische Frauen werden jedes Jahr als Sexsklaven nach Europa verschleppt. In ihrer Heimat werden sie häufig von Verwandten auf die Reise nach Europa geschickt, hier landen sie statt als Kindermädchen oder Haushaltshilfe in der Zwangsprostitution.

Vorher werden sie mit einem Voodoo-Zauber belegt. Der Glauben daran ist in der nigerianischen Kultur tief verwurzelt.

Prozess hatte sich verzögert

Der Prozess sollte eigentlich schon am 24. Mai starten. Doch ein Verteidiger legte wegen eines Interessenkonflikts sein Mandat nieder.

Angesetzt sind fünf weitere Verhandlungstage. Weiter geht es am 9. Juli.