Duisburg

Der Bundespräsident ist da: Frank-Walter Steinmeier besucht Duisburg-Marxloh

Frank-Walter Steinmeier kommt am Dienstagmorgen in Duisburg-Marxloh an.
Frank-Walter Steinmeier kommt am Dienstagmorgen in Duisburg-Marxloh an.
Foto: Kathrin Hänig

Duisburg. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist am Dienstagmorgen um 9.54 Uhr im Duisburger Stadtteil Marxloh eingetroffen. Nach Kanzlerin Angela Merkel 2015 ist es der zweite hochrangige Politiker, der sich ein Bild vom „Problembezirk“ der Ruhrgebietsstadt machen wird.

Erste Station des Bundespräsidenten: Die Grundschule KGS Henriettenstraße. Hier wird er sich in das Goldene Buch der Stadt Duisburg eintragen.

Kinder singen und trommeln für Steinmeier, als er im Nieselregen an der Schule vorfährt. Als sie fertig sind, fragt ein Junge: „Und wo ist der Herr Steinmeier?“ – Alle lachen, auch Steinmeier selbst.

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• Mehr zum Antrittsbesuch von Frank-Walter Steinmeier:

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Frank-Walter Steinmeier besucht Schrottimmobilie und Brautmodengeschäft

Wenn Steinmeier aus der KGS Henriettenstraße kommt, wird er sich eine so genannte „Schrottimmobilie“, ebenfalls an der Henriettenstraße, ansehen und sich dabei darüber informieren, was die „Task Force Problemimmobilien“ in Duisburg eigentlich macht.

Danach zeigt sich Marxloh von seiner glamourösen Seite: Steinmeier lernt nahe der bundesweit berühmten Brautmodenmeile das Geschäft „Melisam Gelinlik Brautmoden“ kennen. Dort spricht er über die Situation des Einzelhandels in dem Duisburger Stadtteil.

Straßensperren und Sprengstoffspürhunde

Marxloh hatte sich am Morgen gewissenhaft auf den Besuch des Bundespräsidenten vorbereitet: Straßensperren der Polizei an der Henriettenstraße sorgten schon am frühen Morgen dafür, dass niemand Unbefugtes in den Bereich fährt, den Steinmeier besuchen wird.

Hundeführer mit Sprengstoffspürhunden sind ebenfalls im Einsatz.

Marxloher erwarten nicht viel vom Besuch des Bundespräsidenten

Die Marxloher selbst versprechen sich derweil nicht viel vom Besuch des Bundespräsidenten. Mehr als vorübergehend saubere Straßen wird ein solcher Besuch nicht bringen, so die vorherrschende Meinung bei einer Umfrage auf den Straßen des Stadtteils.

Auch OB Sören Link sieht den Besuch Steinmeiers zum Teil kritisch. Denn der Bundespräsident wird in Duisburg ausschließlich Marxloh besuchen - angeblich auf eigenen Wunsch.

OB Sören Link: „Duisburg ist mehr als Marxloh“

Doch für den Oberbürgermeister ist klar, dass Duisburg mehr ist: „Duisburg besteht definitiv nicht nur aus Problemimmobilien. Wir hätten unserem prominenten Besuch aus Berlin auch gerne andere Seiten unserer Stadt gezeigt. Wer Duisburg nur auf einen Teil von Marxloh reduziert, macht einen großen Fehler. Die Stadt hat Riesenpotenzial und wahnsinnig viel zu bieten. Wer die Problemstellungen, die Marxloh zweifelsohne aufwirft, stets sinnbildlich für die gesamte Stadt sieht, wird Duisburg nicht gerecht."

Steinmeier reist weiter nach Dortmund

Auf seinem zweitägigen Antrittsbesuch in NRW besuchte der Bundespräsident am Montag zunächst Düsseldorf und Aachen.

Nach Duisburg reist Steinmeier noch am selben Tag weiter nach Dortmund und Altena.

 
 

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