Fluchtweg im Forum ist trotz gesperrtem Ausgang gewährleistet

Thomas Richter
Eingang, Ausgang und Fluchtweg: die Forum-Pforte an der Tonhallenstraße. Forum-Manager Lutz Müller versicherte, dass trotzdem kein Sicherheitsrisiko im Katastrophenfall besteht.
Eingang, Ausgang und Fluchtweg: die Forum-Pforte an der Tonhallenstraße. Forum-Manager Lutz Müller versicherte, dass trotzdem kein Sicherheitsrisiko im Katastrophenfall besteht.
Foto: WAZFotoPool
In der Nacht auf Samstag, 26. Januar, wollten Einbrecher die Eingangstür zum Forum an der Tonhallenstraße aufbrechen und fuhren mit dem Auto hinein. Der Versuch scheiterte kläglich, das Sicherheitsglas hielt, die Täter flüchteten unerkannt. Seitdem ist die Pforte defekt und fällt sowohl als Ein- und Ausgang, aber auch als Fluchtweg im Katastrophenfall aus.

Duisburg. Als Ersatzausweg ins Freie dient eine Tür in der unmittelbar angrenzenden Apotheke im Forum. Nun meldete sich die besorgte Anwohnerin Gudrun Koschwitz-Hander bei der WAZ und berichtete, dass auch diese Tür seit kurzem defekt sei. Entsteht dadurch in der Einkaufsmall eine Sicherheitslücke im Entfluchtungsplan?

Forum-Manager Lutz Müller verneinte dies. „Derzeit ist nur die Automatik an der Apotheken-Schiebetür außer Betrieb. Diese lässt sich aber mit einem Handgriff leicht öffnen und bleibt dann auch offen, so dass Kunden im Notfall hier sehrwohl flüchten können“, so Müller.

Beschädigte Pforte ist eine Sonderanfertigung

Die beschädigte Forum-Pforte ist hingegen von innen mit einer Kordel abgesperrt. Davor steht der Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma. Dieser sei auch für die Öffnung der Apothekentür und für das Leiten des Stroms der Flüchtenden verantwortlich“, sagt der Center-Manager. Diese Vorgehensweise sei als provisorische Lösung mit dem städtischen Bauordnungsamt abgesprochen und von diesem auch abgesegnet. Das bestätigte Stadtsprecher Peter Hilbrands gestern auf WAZ-Anfrage.

Und warum dauert die Reparatur der Forumstür bereits viereinhalb Wochen? „Weil dies keine Serienanfertigung ist und einige Ersatzteile nicht sofort lieferbar waren“, so Müller. Die Schadenssumme liege im fünfstelligen Bereich – hereingerechnet sind neben den Material- auch die Personalkosten für den Securitymann an der defekten Pforte.