Flinke Schritte zu flotten Beats in Duisburg

Rock’n’Roll macht Spaß – das bewiesen die Teilnehmer beim Duisburg-Cup in Huckingen.
Rock’n’Roll macht Spaß – das bewiesen die Teilnehmer beim Duisburg-Cup in Huckingen.
Foto: FUNKE Foto Services
Der Rock’n’Roll Club „Golden Fifties“ (RCC) hatte zum Duisburg-Cup mit über 70 Paaren aus ganz Deutschland und dem Ausland geladen.

Duisburg. Funkelnde Kostüme, schwindelerregende Salti in der Luft und flinke Schritte zu flotten Beats – all das gab es am Samstag in der Turnhalle des Bertholt-Brecht-Berufskollegs in Huckingen zu bestaunen. Der Rock’n’Roll-Club „Golden Fifties“ (RCC) hatte zum Duisburg-Cup geladen. Über 70 Paare aus ganz Deutschland und dem Ausland tanzten um den Sieg. Manche von ihnen reisten sogar aus Berlin oder Flensburg an, um ihre Schrittkombinationen vorzuführen.

Auch der RCC selbst hatte seine Hoffnung auf den Sieg ins Rennen geschickt – und zwar mit Erfolg. Die Düsseldorferin Jennifer Bäumer und ihr Duisburger Tanzpartner Timo Stachelhaus tanzten mit Bravour an ihren Konkurrenten vorbei. In der Breitensportklasse, dem Amateurbereich, heimsten sie die meisten Punkte ein und das obwohl sie erst seit einem Jahr gemeinsam auftreten.

Grätschen und Scherenteller

„Wir trainieren zweimal die Woche und sind mittlerweile ein eingespieltes Team“, verriet Timo. Auch wenn sie Akrobatiken wie Grätschen oder Scherenteller in ihre Choreographie einbauten, was ihnen dank makelloser Ausführung mehr Punkte einbrachte, kam der Sieg dennoch überraschend. „Zuerst wurden die letzten Plätze aufgerufen. Als unser Name bis zum zweiten Platz noch nicht gefallen war, dachten wir erst man hätte uns vergessen“, strahlte der Duisburger. Auch in der A-Klasse für erfahrene Rock’n’Roller sollte ein hauseigenes RCC-Paar starten. Doch kurz vor dem Wettbewerb mussten Oliver Derksen und Christina Breustedt wegen Krankheit zurücktreten. Trainer und Tänzer zeigten für die Entscheidung jedoch vollstes Verständnis.

„In unserer Klasse haben wir Akrobatiken ohne jeglichen Körperkontakt. Wenn ich meine Partnerin in die Luft werfe, muss ich zu 100 Prozent in der Lage sein, sie wieder fangen zu können“, sagt Oliver über das Niveau der Choreographie. Muss in den Klassen B und C noch ständiger Körperkontakt während der gesamten Darbietung zwischen den Partnern herrschen, so dürfen in der A-Klasse die Damen hoch in die Luft geworfen werden, gerne verbunden mit waghalsigen Salti. Das Auffangen erfordert nicht nur Kraft, sondern auch Kondition, etwas, wozu sich der Duisburger Tänzer noch nicht fit genug fühlte. Am Ende stand das Dortmunder Paar Nadine Stünkel und Sebastian Rott des RCC High Fly in der A-Klasse ganz oben auf dem Siegertreppchen.

Alle Teilnehmer von fünf bis 50 Jahren wurden im Duisburg-Cup niveaugemäß nach den gleichen Kriterien beurteilt. In der Fußtechnik- sowie in der Akrobatik-Runde zählten neben Ausstrahlung und Taktgefühl auch die tadellose Ausführung von Grund- und Drehtechnik zum Gesamtbild der Choreographie.

 
 

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