Feuerwehr-Arzt über Loveparade-Einsatz - "Es ist keiner allein gestorben"

Schreckliche Stunden erlebten auch die Rettungssanitäter nach der Katastrophe bei der Loveparade. Foto: Stephan Eickershoff
Schreckliche Stunden erlebten auch die Rettungssanitäter nach der Katastrophe bei der Loveparade. Foto: Stephan Eickershoff
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Duisburg. Die Loveparade-Katastrophe - Ein Jahr danach: Der Leitende Arzt der Feuerwehr, Dr. Frank Marx, erinnert sich: Er war eher zufällig als erster Koordinator im Tunnel und leitete die Rettungseinsätze.

Im Nachhinein müsste man sich wohl noch bei denjenigen Loveparade-Besuchern bedanken, die auf der Düsseldorfer Straße eine Schlägerei angezettelt hatten. 15 Rettungswagen eilten dorthin, fanden eine befriedete Szenerie vor - und konnten nur wenig später beim härtesten Einsatz in Duisburgs Nachkriegsgeschichte schnell eingreifen.

Bloßer Zufall war es – oder auch ein „Riesen-Glück“ -- dass so schnell so viel Hilfe am Unglückstunnel war, erzählt der Leitende Arzt der Feuerwehr, Dr. Frank Marx. Und so war auch er eher zufällig als erster Koordinator im Tunnel und leitete die Rettungsmaßnahmen an. „Ich wurde da mit einem Sturm von Eindrücken überzogen, es war dramatisch“, erinnert sich der Arzt. „Um mich herum wurden sechs junge Leute wiederbelebt, die so dreckig waren, dass ich erst gar nicht verstanden habe, warum.“

Ohne das Engagement der Helfer hätte es wohl mehr Opfer gegeben