Fertige Sporthalle in Duisburg-Hamborn noch nicht nutzbar

Am Donnerstag, 6. August, besichtigte die Bezirksvertretung die neue Vierfachsporthalle Hamborn in Duisburg Hamborn.
Am Donnerstag, 6. August, besichtigte die Bezirksvertretung die neue Vierfachsporthalle Hamborn in Duisburg Hamborn.
Foto: FUNKE Foto Services
Mit reichlich Verspätung wird die 8,33 Millionen-Euro teure Vierfachsporthalle nächste Woche fertiggestellt. Nutzbar ist sie frühens Mitte September.

Gut vier Jahre später als ursprünglich geplant wird die neue Vierfachsporthalle in Hamborn fertig. Dafür kostet das Bauwerk fast zwei Millionen Euro mehr als ursprünglich veranschlagt, nämlich 8,3 Millionen Euro.

Das Duisburger Immobilien-Management (IMD) hatte die Hamborner Bezirkspolitik und Pressevertreter am Donnerstagnachmittag zur Hallenbesichtigung eingeladen. Durch die Glastüren und von der oberen Etage durften die Eingeladenen einen Blick aufs Spielfeld werfen. Betreten der Fläche war verboten – wegen Markierungsarbeiten.

Noch viel Organisationsarbeit nötig

Nur für die Fotografen durften die Türen kurz geöffnet werden, damit sie nicht durch Scheiben Bilder machen mussten. Starker, unangenehmer Farbgeruch drang sogleich in die Nasen.

Immerhin: Das Außengelände des Bauwerks konnte besichtigt werden, ebenso die Neben- und Technikräume, kleine Trainingsabteile, auch die Sanitäranlagen.

„Nächste Woche Montag“, berichtete IMD-Chef Uwe Rohde, erfolge die Bauabnahme. Bis zum darauffolgenden Wochenende sollen alle Restarbeiten abgeschlossen sein. Das bedeutet aber nicht, dass Schüler und Vereinssportler, für die die Halle gebaut wurde, sie dann auch in Beschlag nehmen können. Es gebe jetzt erst einmal jede Menge Organisationsarbeit, so Rohde. Nutzungspläne müssten abgesprochen, die Trainer und Lehrer in die Halle und ihre Technik eingewiesen, auch die beiden neu eingestellten Hausmeister auf ihre künftigen Aufgaben vorbereitet werden.

In der 38. Kalenderwoche, so Rohde, werde der Sportbetrieb voraussichtlich aufgenommen. Bezirksbürgermeister Uwe Heider war nicht gerade erfreut, als er das hörte. Er war – wie viele seiner Politiker-Kollegen – davon ausgegangen, dass die Schulen den Bau sofort nach den Sommerferien nutzen können.

Ursprünglich sollte es eine Mehrzweckhalle werden, ein kleiner Ersatz für die 2011 geschlossene Rhein-Ruhr-Halle. Doch die Bezirksregierung winkte wegen der Haushaltslage der Stadt ab. Sie genehmigte nur eine reine Sporthalle, weil der Duisburger Norden (auch nach der Neueröffnung noch) dramatisch mit solchen Gebäuden unterversorgt ist.

Der erste Spatenstich fand im Wahlkampf 2009 statt. Bis 2012 passierte aber nichts mehr. Ende 2013, Anfang 2014 sollte die Halle stehen, hieß es damals. Doch dann gab es Ausschreibungsfehler für den Schwingboden – er wurde versehentlich in zwei Gewerke aufgeteilt. Und letztlich war der eingebaute Belag ungeeignet und musste im März wieder rausgerissen werden.

Die restlichen Außenarbeiten werden erst erledigt, wenn die alte, angrenzende Halle des SW Westende abgerissen ist , also Ende 2015.

 
 

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