Fatales Signal

Der Rückgang der Fahrgastzahlen ist ein fatales Signal. Denn die Probleme mit den maroden Straßenbahnen haben erst in diesem Jahr ihren Höhepunkt erreicht: Statt sich auf den Abfahrtsplan verlassen zu können, müssen Pendler auf einigen Strecken auf Busse umsteigen. So könnte alles noch viel schlimmer kommen, wenn die DVG am Ende dieses Jahres Bilanz zieht.

Dabei schreiben sich Stadtspitze und Politik seit Jahren auf die Fahnen, den Nahverkehr stärken und mehr Menschen dazu bringen zu wollen, vom Auto auf Bus und Bahn umzusteigen. Doch für das erklärte Ziel tut man bisher wenig.

Die Jubelmeldung über die VRR-Förderung für die Zugsicherung hat der OB zu voreilig herausgehauen: Woher die 150 Millionen Euro für die neuen Fahrzeuge kommen sollen, lässt er offen. Zum gesicherten Betrieb der kommenden Jahre gehört auch die Frage, wie der ÖPNV in der Stadt künftig überhaupt aussehen soll. Geregelt wird das im neuen Nahverkehrsplan, der seit Jahren überfällig ist. Im Planungsamt hat man offenbar andere Prioritäten. Den Entwurf will man erst 2017 vorlegen.

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