Falsch abgebuchte Kita-Beiträge sorgen in Duisburg für Ärger

Von Alfons Winterseel
In Duisburg sorgen falsch abgebuchte Kita-Beiträge bei Betroffenen für Ärger.
In Duisburg sorgen falsch abgebuchte Kita-Beiträge bei Betroffenen für Ärger.
Foto: WAZ FotoPool
Wer in Duisburg Beiträge für städtische Kindertagesstätte oder den Offenen Ganztag an Schulen bezahlen muss, bekam in den letzten Wochen oft fälschlicherweise Mahnungen. Schuld daran war ein neues Computer-Programm der Stadtverwaltung. Betroffene sind verärgert.

Duisburg. Ein neues Computer-Programm bei der Stadtverwaltung sorgte in den letzten Wochen dafür, dass Beiträge für städtische Kindertagesstätten und den Offenen Ganztag an Schulen teilweise falsch oder gar nicht abgebucht, dafür aber Mahnungen verschickt wurden.

Ab dieser Woche soll alles wieder in Ordnung gebracht werden, heißt es bei der Stadtverwaltung. Dass man die Betroffenen darüber nicht informiert hat, ärgert Leser Detlef Ahrens: „Geht man so mit uns Bürgern um?“

Nach Angaben des Jugendamtes sei dort das Problem nicht ganz so groß: Bescheide seien lediglich für diejenigen Neuzugänge nicht erteilt worden, die nicht schon vor Juli 2012 von den Einrichtungen an den Bürgerservice mitgeteilt worden seien.

2300 offene Fälle

Doch immerhin seien 2300 Fälle noch offen. Rückstände und Zeitverzögerungen habe es allerdings auch in den letzten Jahren immer wieder mal gegeben, was durch das „Massengeschäft und die Urlaubszeit“ vor dem Beginn des Kindergartenjahres hervorgerufen werde.

„Der überwiegende Teil der Eltern hat somit gültige Bescheide.“ Für die Monate August und September seien „globale Mahnsperren durch die Stadtkasse gesetzt worden.“ Betroffene erhielten somit für ausstehende Kindergartenbeiträge zur Zeit keine Mahnungen.

Kein weiteres Anschreiben an die Eltern

Mehr Probleme gibt es im Bereich des Offenen Ganztages der Schulen. Am 24. August seien alle Sollstellungen storniert worden. Grund dafür war, dass das neue Computer-Programm „KITA 2012“ nicht mit dem alten System rückrechnen kann. Gleichzeitig wurden auch die Beitragsstaffelungen und neue Beitragssätze in diesem Jahr eingeführt. „So kam es, dass bei Eltern, deren Kinder nicht mehr den Offenen Ganztag besuchen und eine Einzugsermächtigung erteilt hatten, die Beiträge abgebucht wurden.“

Da man bei der Stadtverwaltung davon ausgegangen war, dass der Übergang ohne Probleme zum 1. August erfolgen würde, habe es auch kein weiteres Anschreiben an die Eltern geben. Pressesprecherin Anja Huntgeburth: „Zu viel abgebuchte Beiträge werden selbstverständlich zurücküberwiesen.“ Und zwar so, dass den Beitragszahlern keine Nachteile entstünden.