EU-Kommissar schaut sich Brennpunkte in Duisburg an

Lazlo Andor sieht den Zuzug von EU-Ausländern ohne Jobs oder Geld eher locker. Nun will er sich persönlich anschauen, ob die  Duisburger mit ihrem Hilferuf nach mehr Unterstützung recht haben.
Lazlo Andor sieht den Zuzug von EU-Ausländern ohne Jobs oder Geld eher locker. Nun will er sich persönlich anschauen, ob die Duisburger mit ihrem Hilferuf nach mehr Unterstützung recht haben.
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Sozial-Kommissar Laszlo Andor besucht die Stadt am 7. Februar gemeinsam mit NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Er will sich vor Ort einen Überblick über die Situation von Armutsflüchtlingen verschaffen. Stadt hofft, dass sein Besuch EU-Hilfen fließen lässt.

Duisburg. Bei einem Vor-Ort-Besuch in Duisburg will sich EU-Sozialkommissar László Andor am 7. Februar ein Bild von der Zuwanderung verarmter EU-Ausländer machen. Begleitet wird der Politiker aus Brüssel von NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Sie setzt sich dafür ein, dass jene Kommunen, die Ziel finanzschwacher und schwer vermittelbarer Zuwanderer sind, Hilfe von der EU und vom Bund bekommen.

„Ich werde Andors Besuch nutzen, ihm zu verdeutlichen, welche Anstrengungen Duisburg unternommen hat, die Menschen aus Südosteuropa zu fördern, sie zu integrieren, und ihre Gesundheit zu sichern“, so Oberbürgermeister Sören Link. „Aber ich werde ihm auch deutlich machen, wie schwierig es manchmal ist, den sozialen Frieden in der Stadt zu sichern.“ Die Integrationsbemühungen kosteten zusätzliches Geld in Millionenhöhe, das die Stadt nicht habe. Auch er hofft auf Fördermittel aus den EU-Fonds.

Hilfe von Land und Bund

Auch Karl-Josef Laumann, ehemaliger Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion und inzwischen Staatssekretär in Berlin, betonte beim Neujahrsempfang der CDU im Stadtbezirk Mitte, dass Städte mit Zuwanderungsproblemen Hilfe von Land und Bund benötigen würden. „Bund und Land müssen ausgleichende Hilfe leisten.“ Laumann stellte klar: Zuwanderer, die in Deutschland arbeiten wollen, seien sehr willkommen.