Esra Ünver – Neustart drei Jahre nach „Popstars“

Von Daniel Wiberny
Esra Ünver hat es 2010 bis ins „Popstars“-Finale geschafft. Jetzt will sie neu durchstarten.
Esra Ünver hat es 2010 bis ins „Popstars“-Finale geschafft. Jetzt will sie neu durchstarten.
Foto: WAZ Fotopool

Duisburg.  Es war kein Geringerer als Robbie Williams, der sich sofort als Fan outete. Esra Ünver hatte den Superstar da gerade mit der Interpretation seines Songs „Feel“ begeistert. Drei Jahre ist es jetzt her, dass die damals 16-Jährige in der TV-Castingshow „Popstars“ bis ins Finale kam, sich auf der Straße vor Autogramm- und Fotowünschen kaum retten konnte und am Ende nur knapp den Sprung in die Mädchenband „LaVive“ verpasste. Mittlerweile ist es deutlich ruhiger um sie geworden. Während es „LaVive“ aber längst nicht mehr gibt, versucht die Duisburgerin jetzt einen musikalischen Neuanfang. Ihre neue Single „Zeig mir die Sonne“ ist eine Rock-Ballade und wird am 7. Juni bei Onlinestores wie iTunes veröffentlicht.

„Es war damals eine tolle Zeit“, sagt Esra Ünver, wenn sie an die damalige „Popstars“-Staffel zurückdenkt. „Mit 20 Mädchen auf einem Haufen war es sicher schon mal schwierig und ich würde heute sicher mehr darauf achten, was ich so sage, aber es war schon klasse, während der Staffel für einen Monat nach Amerika zu fliegen und Stars wie Robbie Williams kennen zu lernen.“ Williams sei, erzählt die mittlerweile 19-Jährige, sehr nett gewesen und sehe übrigens in natura 1000 Mal besser aus. „Das kommt im Fernsehen gar nicht rüber, wie sexy dieser Mann ist“, sagt Esra Ünver und spricht von einem absoluten Highlight.

Dass sie es trotz der Unterstützung des charmanten Briten nicht in die Popstars-Band geschafft hat, sei für sie kein Beinbruch gewesen. „Ich war nicht sonderlich traurig, weil ich meinen eigenen Weg gehen will.“ Der hat sich gleich direkt nach der Casting-Show allerdings als steinig herausgestellt. „Die Musikbranche ist schon ein Haifischbecken. Dir wird der Himmel versprochen. Du merkst sehr schnell, wer deine Freunde sind – beruflich wie privat.“

Es sei zudem schon manchmal hart, nicht mehr die Fernsehpräsenz wie früher zu haben, gibt Esra Ünver offen zu. Aber sie könne damit umgehen. Zumal sie ja in der Vergangenheit trotzdem ihre Auftritte hatte. Bei einer Charity-Veranstaltung in Recklinghausen habe sie schließlich ihren neuen Manager Dirk Nie kennen gelernt und sich mit ihm entschieden, künftig auf Rock und Rock-Balladen zu setzen.

Nie hat auch einen gewissen Stephan Dicke unter seinen Fittichen. Und weil Dicke als Party-Schlagersänger auf Mallorca und Akteur in der RTL-2-Doku-Soap „Berlin – Tag & Nacht“ eine wohl nicht unerhebliche Fanschar hinter sich versammelt, darf er bei Esra Ünvers Debüt-Single ein bisschen mitsingen, um die PR-Maschine zusätzlich auf Touren zu bringen. Gesangliche Gründe können jedenfalls nicht dahinter stecken. Da steckt sie ihn locker in die Tasche.

Darauf angesprochen, schmunzelt Esra Ünver nur. Sie freue sich jetzt einfach über den Neustart: „Den Traum vom Popstar habe ich noch nicht aufgegeben.“