Eröffnungstermin für Delta-Nachfolger "Tentorium" geplatzt

Das „Tentorium“, hier ein Bild von der Baustelle vor einigen Wochen, sollte am 5. September eröffnen. Daraus wird nun nichts mehr.
Das „Tentorium“, hier ein Bild von der Baustelle vor einigen Wochen, sollte am 5. September eröffnen. Daraus wird nun nichts mehr.
Foto: Funke Foto Services
Umbauten ohne Genehmigung, Probleme mit den Zeltbüchern: Die Eröffnung des Delta-Nachfolgers „Tentorium“ in Duisburg verzögert sich um mehrere Wochen.

Duisburg.. Die große Eröffnung war für den 5. September geplant. Doch das „Tentorium“, Nachfolger des Delta Musikparks in Hamborn, kann diesen Termin nicht halten, wird voraussichtlich erst sechs Wochen später, Mitte Oktober, Tanzwütige zur Party im Zelt bitten können. Das muss Manager Michael Viebahn jetzt auf WAZ-Anfrage einräumen.

Hintergrund ist das Ergebnis eines jüngsten Ortstermins des Bauamtes. Die Experten haben laut Stadtsprecher Falko Firlus feststellen müssen, dass Umbauten ohne die dazu notwendige Genehmigung vorgenommen worden sind. „Es geht um die Statik und den Brandschutz“, so Firlus. „Erst wenn die Unterlagen dazu vorliegen und positiv geprüft worden sind, ist eine Endabnahme möglich.“

Der Manager des „Tentoriums“ versucht, die Ursachen zu erläutern. „Wir haben die Garderobe im Eingangsbereich von rechts in die Mitte versetzt. Ich hätte niemals gedacht, dass das so ein Problem ist“, so Viebahn. „Aber vor allem mussten die Baubücher für die Zelte für 24 000 Euro komplett neu erstellt werden. Das hat alles länger als geplant gedauert. Und jetzt fehlt dafür noch die Abnahme eines Sachverständigen, ebenso wie der TÜV-Siegel für den Rauchgasabzug. Dies ist alles einfach so nicht vorhersehbar gewesen“, so der 35-Jährige.

Club-Atmosphäre

Er ist nach eigener Aussage seit vielen Jahren im Großdisco-Geschäft, Betriebsleiter im „Prisma“ in Dorsten, im „Empire“ in Wesel und zuletzt im „Goparc“ in Herford gewesen. Seit 1. März 2015 baut Viebahn das „Tentorium“ in Duisburg auf. Weg vom Schmuddelcharakter will er, hin zu einem hellem Raumkonzept mit Club-Atmosphäre und 23 VIP-Areas, in denen sechs bis zwölf Personen bei einem Mindestverzehr zwischen 80 und 120 Euro pro Lounge Platz haben sollen. Chart-Musik („Alles, was angesagt ist“) soll in der Haupt-Area laufen, außerdem gibt es eine Rockhalle sowie einen Bereich für Schlager und Black Musik.

Bis das Partyvolk („Gepflegt, stylish, sexy und cool“) freitags und samstags bei 5 Euro Eintritt ab 22 Uhr einen Blick ins neue „Tentorium“ werfen kann, muss Viebahn aber jetzt noch ein paar entscheidende Hausaufgaben erledigen. Die Verzögerungen, sagt er, seien kein allzu großes Problem. „Mir ist lieber, dass wir später öffnen und dann wirklich alles in Ordnung ist.“

 
 

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