Ermittler suchten Akten zur Landesarchiv-Affäre

Die Baustelle des Landesarchivs Duisburg. Foto: dapd
Die Baustelle des Landesarchivs Duisburg. Foto: dapd
Foto: dapd

Duisburg. Bei einer bundesweiten Razzia zur Korruptions-Affäre um den Landesarchiv-Bau durchsuchten Ermittler am Mittwoch unter anderem das Duisburger Rathaus, die Räume der IDE und der Landeszentrale Polizeiliche Dienste.

Im Rahmen einer bundesweiten Razzia wegen der Korruptions-Affäre rund um den geplanten Bau des neuen Landesarchivs im Innenhafen erhielt auch die Stadtverwaltung Duisburg am MIttwoch Besuch von der Staatsanwaltschaft Wuppertal. „Es wurde keine Durchsuchung durchgeführt“, so Stadtsprecher Frank Kopatschek. Es habe sich um ein Auskunftsersuchen gehandelt. Dabei wurde die Stadt um Einsicht in Unterlagen gebeten, die im Zusammenhang mit dem Bauprojekt Landesarchiv stehen. „Wir haben alle gewünschten Auskünfte erteilt und der Staatsanwaltschaft einige Unterlagen ausgehändigt“, erklärte Kopatschek.

Fahnder klingelten auch bei der IDE an

Die Ermittler waren am Morgen im Büro von Oberbürgermeister Sauerland aufgetaucht: Der hatte aber auswärtige Termine zu erledigen und war persönlich nicht anwesend. Nach DerWesten-Informationen suchte die Staatsanwaltschaft nach Absprache mit Stadtdirektor Greulich auch noch die Räume der Bauverwaltung auf, wo ihr ebenfalls einige Unterlagen überreicht wurden. Auch die Innenstadt Duisburg Entwicklungsgesellschaft (IDE) soll Ziel der Staatsanwaltschaft gewesen sein. Sie könnte in Zusammenhang mit dem Verkauf der beiden betroffenen Grundstücke im Innenhafen stehen.

Auf dem Gelände direkt neben dem geplanten Landesarchiv soll ein Erweiterungsbau des Landesamtes für Zentrale Polizeiliche Dienste in NRW (LZPD) entstehen – nur wenige hundert Meter vom jetzigen Hauptsitz der Landesoberbehörde entfernt. Wie die Redaktion erfuhr, sollen auch dort die Ermittler um Unterlagen-Einsicht gebeten haben. „Ich will das nicht dementieren“, erklärte Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert von der Staatsanwaltschaft Wuppertal. Hans-Jörg Sommerfeld, Pressesprecher des LZPD, äußerte sich nur so weit, dass es sich „um ein laufendes Verfahren handelt“ und verwies auf die offiziellen Informationen von Landeskriminalamt und Staatsanwaltschaft.

 
 

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