Ermittler haben mittlerweile 3388 Zeugen vernommen

Die Ermittlungsakte zur Loveparade besteht mittlerweile aus 64 Bänden mit fast 32 000 Seiten. Eine mögliche Anklage verzögert sich wegen des Gutachtens des englischen Experten Prof, Keith Still. Das Archivbild zeigt den Ort der Katastrophe an deren 2. Jahrestag.
Die Ermittlungsakte zur Loveparade besteht mittlerweile aus 64 Bänden mit fast 32 000 Seiten. Eine mögliche Anklage verzögert sich wegen des Gutachtens des englischen Experten Prof, Keith Still. Das Archivbild zeigt den Ort der Katastrophe an deren 2. Jahrestag.
Foto: WAZFotoPool

Duisburg. Im Zusammenhang mit den Ermittlungen nach der Loveparade-Katastrophe im Juli 2010 wurden bislang 3388 Zeugen vernommen. Die Ermittlungsakte besteht aus 64 Bänden mit fast 32.000 Seiten.

Hinzu kommen 95 Sonderbände sowie 254 Beweismittelordner. Polizei und Staatsanwaltschaft haben 138 Terabyte an Daten gesichert. Diese Zahlen nannte NRW-Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) am Mittwoch vor dem Rechtsausschuss des Landtages in Düsseldorf.

Trotz des Ermittlungsstandes verzögert sich eine mögliche Anklage durch Nachfragen zum Gutachten des englischen Experten Prof. Keith Still. Der hatte wiederum um weitere Unterlagen gebeten, die zur Zeit von dem Ermittlerteam der Kölner Polizei zusammengestellt werden. Ende des Monats sollen sie dem Gutachter vorliegen.

SpezialseitenNach dem Tod eines städtischen Sachbearbeiters richten sich die Ermittlungen noch gegen 16 Personen. Justizminister Thomas Kutschaty versicherte, dass Polizei und Staatsanwaltschaft weiterhin mit großem Engagement an der Aufklärung der Geschehnisse arbeiten, die 21 Menschen das Leben kosteten. Über 500 wurden verletzt.