Erfolgsmodell Logport

Die endgültige Stilllegung des Krupp-Hüttenwerkes in Rheinhausen im Jahr 1993 war eine bittere Erfahrung für die Stahlstadt Duisburg, insbesondere für den über fast ein Jahrhundert vom Unternehmen mit den drei Ringen geprägten Stadtteil Rheinhausen. Und es war eine Riesen-Aufgabe, Stadt und Stadtteil wieder eine neue Perspektive zu geben.

Wer heute das alte Krupp-Areal sucht, wird auf 265 Hektar nur Neues finden. Fast 50 Unternehmen der Logistikbranche konnten dort angesiedelt werden, die Marke von 5000 Arbeitsplätzen ist mit der jüngsten Neuansiedlung in dieser Wochen überschritten worden. Logport ist längst über Rheinhausen und über Duisburg hinaus zum Erfolgsmodell geworden.

Natürlich hat die Logistikdrehscheibe auch Verkehr nach Duisburg gebracht, der Bürger belastet. Logport brummt, aber es brummt auch drumherum. Anerkennen sollte man gleichwohl, dass durch den Bau einer Anschlussstraße von Logport zur Autobahn A 57 und durch eine neue Straße am Rhein entlang zur Brücke der Solidarität auch durchaus erfolgreich versucht wurde, die Belastungen der Anwohner zu verringern.

Rheinhausen ist nach wie vor in den Hinterköpfen, wenn es jetzt aktuell um den weiteren Kurs bei Thyssen-Krupp Steel geht. Schon deshalb sollten die Vorstände zügig mitteilen, wie sicher einzelne Standorte sind. Die Beschäftigten haben schließlich auch Nerven.

 
 

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