Eren Can Bektas – der neue Social-Media-Star aus Duisburg

Anna Katharina Wrobel
Eren Can Bektas vor dem Theater Duisburg.
Eren Can Bektas vor dem Theater Duisburg.
Foto: Olaf Fuhrman/ FUNKE Foto Services
17 Jahre und in Fan-Kreisen ein Star: Eren Can Bektas aus Duisburg stellt Cover-Videos ins Netz - und seine samtweiche Stimme trifft ihre Wirkung.

Duisburg. Er ist, was es vor Kurzem noch nicht gab: Ein „Social-Media-Star“. Eren Can Bektas hat 89. 288 Fans auf Facebook, 20 .774 Abonnenten auf Youtube, und 36.100 Follower auf Instagram, jedenfalls bis zum 5. August, 17.40 Uhr. Unter dem Hashtag #teameren findet man auf der Bilderplattform zum gleichen Zeitpunkt über 2600 Beiträge, die Fans posten, um ihm ihre Unterstützung zu signalisieren. Unzählige Fanseiten nicht mitgerechnet. Ein Gespräch mit dem 17-Jährigen mit türkischen Wurzeln in seiner Heimatstadt Duisburg. Über das erste Album und darüber, dass man Mädchen mit Musik gut beeindrucken kann.

Vom Klickerfolg zum „Mega-Hype“

Die Antworten, die Eren Can Bektas in der Duisburger Innenstadt, zwischen Einkaufsstraße und Theater gibt, lassen spüren, dass er so manche Frage nicht zum ersten mal hört. Und dass er sich das eine oder andere Wort bei seinen großen Vorbildern ausgeliehen hat. Justin Bieber etwa. In deutschen Medien ist Eren schon häufiger mit dem kanadischen Sänger verglichen worden; genau wie Bieber stellt er regelmäßig Videos mit Cover-Songs ins Netz, genau wie er hat Eren so eine warm-weiche Stimme. Und genauso laut kreischen Erens Fans – größtenteils Mädchen im Alter von zehn bis 16 – wenn der 17-Jährige auftritt.

Jedenfalls fast so laut.

Der Mädchen wegen hat Eren vor über zwei Jahren auch mit dem Singen angefangen. „Weil ich sie beeindrucken wollte“, sagt er. Als er auf dem Schulhof stand und ein paar Mädchen dazu kamen, forderten ihn seine Kumpels auf: „Sing doch mal!“ Warum? „Weil die Stimmung nicht so gut war“. Und wie man das heute so macht, zückte einer sein Handy, filmte die spontane Darbietung, um sie anschließend auf Youtube einzustellen. Und da wird der Clip zum Klick-Erfolg, zum „Mega-Hype“, wie Eren sagt.

Dieser „Hype“ hat seinen vorläufigen Höhepunkt im April, als Eren einen Plattenvertrag bei der Kölner Plattenfirma „Delyxe Music“ un­terschreibt. Seit Mai steht er nun im Studio und nimmt seine ersten eigenen Songs auf: Englisch sollen sie sein, nach Hiphop und R’n’B klingen, von Party und Liebe handeln. „Mit meiner Musik möchte ich gute Laune bei den Leuten auslösen“, sagt Eren. Und sich natürlich auch in den Charts platzieren. „Das wäre ein Traum: eine goldene Schallplatte!“ Eren weiß: Das wird kein Leichtes.

Genauso, wie es nicht leicht ist, Schule und Musik miteinander zu vereinbaren. Oder? „Viele haben den Eindruck, als sei es sehr viel Arbeit. Aber das ist es für mich nicht“, sagt Eren. Er lacht. Zwischen Schule und Schusstraining (Er kickt bei Hamborn 07!) nimmt er „vielleicht noch ein Cover oder etwas Lustiges aus meinem Alltag“ auf und postet es auf Facebook.

Das Smartphone reicht für Clips

Dafür reicht Eren das Smartphone: Die Clips sind kurz, keine großen Kunstwerke. Aber: Sie sind authentisch. Und zeigen Erens Stimmtalent. Vor allem aber sind sie klickstark – eine heutzutage nicht zu un­terschätzende Größe: Fast jedes der Videos hat 20 000 bis 30 000 Aufrufe. „Herz aus Stein“ hat sogar noch mehr Klicks – es ist einer von bislang zwei Songs, die Eren alleine geschrieben hat. Na gut, nicht ganz, sondern mit einem befreundeten Rapper. Die Hook aber, der Refrain, ist von ihm. „So eine Hook ist ja nicht viel“, gibt er sich bescheiden, während er die Sonne auf dem König-Heinrich-Platz genießt.

I n der Innenstadt ist Eren regelmäßig. Hier trifft er Freunde. Fans eher selten. „Gott sei Dank kann ich noch entspannt durch die Straßen gehen“, sagt er. In Dortmund sei das anders. Da löste er mit einem Freund, ebenfalls Youtuber, einen spontanen Massenauflauf in der City aus. „Das war krass, ich hab’ keine Luft mehr bekommen! Auf der einen Seite war es schön, aber auf der anderen Seite auch ein bisschen zu viel von allem.“

Je nach Erfolg des Albums wird sich Eren daran gewöhnen müssen. Und wenn’s doch nicht klappt mit der Musikkarriere? „Dann mach’ ich trotzdem weiter. Schließlich mache ich Musik aus Spaß!“

Eren Can Bektas

auf Facebook: https://de-de.facebook.com/erencanbektas24

Auf Youtube: https://www.youtube.com/user/
ErenBektasTV

Auf Instagram: https://instagram.com/erencanbektas24/?hl=de