Entwarnung bei Flüchtlingen in Duisburg

Oliver Schmeer
Noch im November 2012 hatte Sozialdezernent Reinhold Spaniel (re.) auf einer Infoveranstaltung in Marxloh die Pläne für die Asyl-Unterkunft vorgestellt.
Noch im November 2012 hatte Sozialdezernent Reinhold Spaniel (re.) auf einer Infoveranstaltung in Marxloh die Pläne für die Asyl-Unterkunft vorgestellt.
Foto: WAZ FotoPool
Stadt muss die Notunterkünfte für Asylbewerber in Bruckhausen nicht herrichten. Auch das Containerdorf an der Masurenalle wird nicht aufgebaut.: Die befürchtete Flüchtlingswelle blieb aus.

Duisburg. Die Stadt kann aufatmen: Die Lage bei Flüchtlingen vornehmlich aus Serbien und Mazedonien hat sich offenbar entspannt. Sozialdezernent Reinhold Spaniel kann daher auf die geplante Belegung von zwei Wohnhäusern an der Gertrudenstraße in Bruckhausen verzichten. Auch der Bau eines Containerdorfes an der Masurenallee ist derzeit nicht notwendig und wurde daher vorläufig auf Eis gelegt.

„Das kann sich morgen wieder alles ändern, wenn plötzliche zwei, drei Busse vor der Tür stehen“, schränkt Spaniel ein. Doch grundsätzlich ist die Alarmstimmung vom November der Vorjahres vorbei, als in anderen Städten schon Turnhallen als Notunterkünfte dienen mussten.

Weil eine große Anzahl von Asylbewerbern drohte und die Unterbringungs-Kapazitäten in den vergangenen Jahren mit Rückgang der Asylbewerberzahlen abgebaut worden waren, hatte die Stadt angekündigt, in Bruckhausen kurzfristig zwei Häuser, die in naher Zukunft für den so genannten Grüngürtel abgerissen werden, vorübergehend notdürftig herzurichten und anzumieten. Pläne dazu wurden sogar schon auf einer Bürgerversammlung in Marxloh präsentiert.

Einige Großfamilien zogen weg

In Bruckhausen sollten die Menschen so lange leben, bis sie in ein neues Containerdorf an der Masurenallee hätten umziehen können. Auch die Vorbereitungen dafür hat die Stadt jetzt in den „Stand by-Modus“ versetzt, so Spaniel. Das heißt: Alle planerischen Vorbereitungen sind abgeschlossen. Jetzt müsste im Notfall nur noch die Ausschreibung erfolgen – und in drei bis vier Monaten wären die Container aufgestellt.

Spaniel hofft nun, mit den verfügbaren Unterbringungsmöglichkeiten der Stadt über den Winter zu kommen, nachdem sich die befürchteten Flüchtlingszahlen nicht eingestellt haben. Dabei hilft, dass auf einen Schlag durch den Wegzug von einigen Großfamilien rund 100 Plätze in den Unterkünften frei geworden sind. Im November waren es nur 31 freie Plätze.