Ende des Projektes Küppersmühle wäre Fiasko für Gebag, Duisburg und Museum

Duisburg. Scheitert das Museums-Projekt Küppersmühle, ist nicht nur die Gebag bedroht, sondern Duisburgs Ruf ruiniert. Darum muss sich auch die Stadtspitze in die Gebag-Krise um die Skandal-Baustelle einschalten. Ein Kommentar von Oliver Schmeer.

Nur verständlich ist, dass der Gebag-Chefetage wie dem Aufsichtsrat vor allem eines wichtig ist: das städtische Wohnungsunternehmen nicht in seinem Bestand zu gefährden. Mieter und Mitarbeiter, aber auch Handwerker und Firmen müssen Sicherheit haben, allzu voreilige Unkenrufe sind in der Tat schädlich.

Dennoch, die Küppersmühle belastet das Unternehmen schwer, weil droht, dass der Kredithahn zugedreht wird. Doch die Gebag muss bauen und sanieren können, um ihr Kerngeschäft gesund halten zu können. Und es gilt weiterhin: Es geht nicht an, die Gebag mit der Skandal-Baustelle am Innenhafen allein im Regen stehen zu lassen. Wann endlich wird die Gebag-Krise und die Museumsfrage endlich zur Chefsache Duisburger Stadtpolitik?

Unkenntnis oder Geheimniskrämerei?

Auch wenn die Gebag in ihren Informationen offener wird, bleiben viele Fragen. Pfusch haben nicht nur die Stahlbauer hinterlassen. Wie steht sie im Regress, sollte der Kubus wirklich verschrottet werden? Bislang haben noch die Sponsoren die horrenden Rechnungen gezahlt, doch wie sieht das aus, wenn das Museumsvorhaben letztlich platzt? Ist die Gebag dann gefährdet? Bei diesen Fragen ist die Geheimniskrämerei beträchtlich. Oder die Unkenntnis?

Klar ist dagegen: Scheitert das Museums-Projekt, ist nicht nur die Gebag bedroht, sondern Duisburgs Ruf ruiniert. Der Schaden wäre immens, ein Fiasko, auch für die Museumslandschaft und die Sammlung Ströher. Das ahnen, so ist zu hoffen, auch die bisherigen Geldgeber.

 
 

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