Elite der Parkour-Läufer traf sich im Duisburger Sportpark

Daniel Kamphaus
Hindernisse gibt es nicht für die Parkour-Läufer, die sich am Wochenende auf der Dreieckswiese im Sportpark Wedau trafen.
Hindernisse gibt es nicht für die Parkour-Läufer, die sich am Wochenende auf der Dreieckswiese im Sportpark Wedau trafen.
Foto: WAZ FotoPool
Am Wochenende fand ein Treffen der mitteleuropäischen Parkour-Elite in Duissburg am Sportpark Wedau statt. Zusammen übten sie den Trendsport aus, der Beweglichkeit, Kraft und Kreativität auf spektakuläre Weise verbindet. Auch Marcel Parcharidis, der einer der Größten dieser Sportart ist, war dabei.

Duisburg. Lauter Hip Hop dröhnt über die Dreieckswiese am Sportpark Wedau. Die Jugendlichen tragen weite Klamotten. Einige haben es sich in der Sonne bequem gemacht. Sie schauen ihren Kollegen bei dem akrobatischen Treiben zu. Die mitteleuropäische Parkour-Elite hat sich am Wochenende in Duisburg versammelt, um zusammen dem Trendsport zu frönen, der Beweglichkeit, Kraft und Kreativität auf spektakuläre Weise verbindet.

Parkour ist ein urbaner Sport, in dem es im Grunde darum geht auf möglichst direktem Weg von Punkt A nach Punkt B zu kommen. Hindernisse werden dabei akrobatisch überwunden. Flickflacks, Saltos, Sprünge aus großen Höhen – alles kein Problem. Der Duisburger Marcel Parcharidis ist einer der Großen in der Szene, auch wenn er das selber nicht so sehen mag. „Man kann die Fähigkeiten schlecht vergleichen“, sagt der 21-Jährige. „Der eine kann weiter springen, der nächste ist beweglicher.“

Die Gemeinschaft ist wichtig

Parkour ist kein Wettkampfsport. Bei Treffen, wie dem an der Wedau, geht es darum gemeinschaftlich zu trainieren und voneinander zu lernen. Die Parkour-Szene kennt sich. Es ist eine kleine Gemeinschaft. Gerade in Deutschland kommt der Sport erst jetzt wirklich an. Begonnen hat alles in Lisses, einem Vorort von Paris. Parcharidis begann vor sechs Jahren mit dem Sport. Was ihn daran begeistert? „Man kann Parkour überall machen und ist völlig frei. Im Kern geht es vor allem um Körperbeherrschung und Kreativität. Das Mentale steht im Fokus.“

In Duisburg üben die Parkour-Läufer an extra für den Sport entwickelten, Kistensystemen. Jesse Peveril nimmt Anlauf. Er stößt sich an der 2,80 Meter hohen Wand einer Kiste ab und ist im nächsten Moment oben auf, um auf der anderen Seite mit einer Drehung wieder herunter zu springen. Er rollt sich über die Schulter ab. Peveril kommt aus Kanada und folgte der Einladung seines Duisburger Freundes Parcharidis. Er ist einer der internationalen Parkour-Stars und erklärt seine Liebe zu dem außergewöhnlichen Sport: „Ideen zu entwickeln, wie man Objekte überwindet, darum geht es. Die Hindernisse stehen für Probleme, abseits des Sports. So lernt man fürs Leben“, meint der 22-Järige philosophisch. Schön anzusehen ist es jedenfalls allemal.