Eine Stimme gegen die Folter

Wenn Mezzosopranistin Christina Daletska vor Auftritten steht, bereitet sie sich etwas anders vor als man es von einer Opernsängerin erwarten würde: Die Wahl-Schweizerin kontaktiert Gruppen der Organisation Amnesty International am Auftrittsort und plant gemeinsame Aktionen. Auch in Duisburg wurde sie fündig.

Daletska wird ihren Auftritt im Rahmen der Ruhrtriennale mit ihrem Engagement als Botschafterin für Amnesty International verbinden. Auf der Bühne steht sie, wenn in der Kraftzentrale des Landschaftsparks die aufwendige Produktion „Prometeo“ von Luigi Nono aufgeführt wird. Die „Tragödie des Hörens“, wie Nono sein Werk bezeichnete, wird sonst nur konzertant gespielt, für die Duisburger Aufführung entwirft Eva Veronica Born einen besonderen Bühnenraum. Mit Ingo Metzmacher als Dirigenten und André Richard vom Experimentalstudio des SWR als Klangregisseur wird die Aufführung von zwei ausgewiesenen Nono-Experten geleitet. Daletska singt neben Susanna Andersson, Els Janssens-Vanmunster, Noa Frenkel sowie Markus Francke.

Die Mezzosopranistin bat die Duisburger Gruppe von Amnesty International darum, alle vier Aufführungen mit einem Informationsstand zu begleiten. Die Besucher sollen über die Arbeit der Organisation und besonders über die Aktuelle „Stop Folter“-Kampagne informiert werden.

Christina Daletska erfuhr von der Arbeit der Organisation selbst eines Abends an einem Stand, als sie in Zürich auf dem Weg zu einer Probe war. Noch in der selben Nacht begann sie damit, sich intensiv über Verstöße gegen die Menschenrechte zu informieren.

 
 

EURE FAVORITEN