Eine Grenzgängerin mit klarer Linie

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Refika Düx ist Grenzgängerin zwischen Deutschland und den Niederlanden. Geboren ist die Künstlerin in Münster, die künstlerische Ausbildung absolvierte sie in Enschede. Ihre nächste Station ist nun Duisburg, wo sie ab Sonntag im Kunstverein am Weidenweg ausstellt.

„Kleurklanken und Leinenspiel“ nennt sich die Ausstellung der jungen Malerin. Übersetzt man den holländischen Titel ist Deutsche dürfte er so etwas wie „Farbklänge und Leinwandspiel“ bedeuten. Refika Düx verleiht dem Titel mit ihrem Vergleich zwischen Malerei und Musik eine besondere Bedeutung. „Malen ist für mich wie das Komponieren einer Melodie“, sagt sie. Die Werke ihrer aktuellen Ausstellung wirken dann wie ein fröhlich gepfiffenes Lied. Auf den Bildern dominieren die Lieblingsfarben der Künstlerin. Mintgrün, Hellblau, Orange und Gelb. Obwohl Düx Kunst im Endprodukt bunt erscheint, startet sie in Schwarz -Weiß. „Mit Tusche male ich immer zunächst die Konturen der Bilder“, erzählt sie. Im Moment haben ihr es die Berge angetan. „Ich mag es, wenn der Horizont auf die zackigen Gipfel trifft“, sagt die 30-Jährige, der es bei ihren Werken besonders darum geht, den Zwischenraum zwischen den Bergen zu füllen.

Düx ist das 100. Mitglied im Kunstverein. Das ist jedoch nicht der Grund dafür, dass ihr die Ehre gebührt, die erste Ausstellung am Weidenweg im Jahr 2013 abzuhalten. „Ich finde es spannend, eine Künstlerin zu zeigen, die sich immer weiterentwickelt“, erklärt Herbert Gorba, Vorsitzender des Kunstvereins. Die Freiheit der niederländischen Ausbildung sei ein Eckpfeiler für ihre Entwicklung gewesen, erläutert die Künstlerin. „Wir sollten Tag und Nacht einfach malen. So habe ich meine Vorlieben und meinen Stil gefunden“, erzählt die Freundin von Kleinformaten.

Eröffnet wird „Kleurklanken und Leinenspiel“ am Sonntag (11 Uhr). Bis zum 17. März ist die Ausstellung dann am Weidenweg zu Gast. Öffnungszeiten: freitags und samstags von 17.30 Uhr bis 20 Uhr, sonntags von 14 Uhr bis 18 Uhr.

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