Eine „abgefahrene“ Ausstellung

Henrik Veldhoen
Das Thema Mobiliät spielt eine große Rolle beim Kinder-Kultur-Festival. Foto: Stephan Eickershoff/WAZFotoPool
Das Thema Mobiliät spielt eine große Rolle beim Kinder-Kultur-Festival. Foto: Stephan Eickershoff/WAZFotoPool
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Duisburg. „Abgefahrenes“ lautet das Thema des Festivals, und abgefahren ist auch diese „Ausstellung“: Rollerblades, Reit- und Fahrsimulator sowie ein Elektromotor zur Selbstbedienung sind nur einige Teile der Führung durch den „Heinrich-Platz“. Wenn am Samstag das Kinder-Kultur-Festival seine Tore öffnet, wird diese Ausstellung im Mittelpunkt stehen.

„Unser Ziel ist es, die Kinder Mobilität selbst erkunden zu lassen“, erklärt Ausstellungsmacherin Birte Schramm. „Sie sollen selbst herausfinden, wie die Menschen sich früher und heute bewegt haben, und was sie sich für die Zukunft wünschen.“ Die Aufmerksamkeit der jungen Besucher ist ihr gewiss: Wo ein Fahrsimulator steht, da ist Spaß programmiert.

Doch bevor die Teilnehmer der Führung durch den fiktiven „Heinrich-Platz“ sich hinter das Lenkrad setzen dürfen, wartet zunächst die Erkundung der eigenen Mobilität. Wie bewegen wir uns heute? Wo haben wir noch Platz zum Spielen? Und wie sah das vor hundert Jahren aus? Begleitet werden die Kinder vom „Spatz vom Heinrich-Platz“, einer Figur, die an verschiedenen Stellen der Ausstellung Videos aktiviert.

Kinder sollen aktiv werden

„Jede dieser Stellen hat ein anderes Thema“, sagt Birte Schramm. „Der Spatz erzählt, fordert aber auch zu Aktivitäten auf.“ Und die haben es in sich: Skateboard und Inliner zum Ausprobieren stehen parat; und wer die Generation von Eltern und Großeltern nachvollziehen will, kann sich auch Rollschuhe anschnallen. Daneben warten Spielkonsole und – endlich – der Fahrsimulator; analog dazu ein Reitsimulator, der Bewegung in vergangenen Zeiten widerspiegelt.

Nach dieser Erkundung folgt eine Vorführungsphase, in der komplexere Themen gemeinsam durchdacht werden. Was ist Energie? Wie bewegen wir uns umweltschonend? Spannend und abwechslungsreich, nie aber ohne den Aspekt des Mitmachens: Mit geschicktem Händedruck müssen die Kinder gemeinsam einen Elektromotor zum Laufen bekommen.

Zwei Euro Eintritt

Gedacht ist die Ausstellung für Kinder von vier bis zehn Jahren. „Je nach Alter der Teilnehmer halten wir die Führung unterschiedlich ab“, erzählt Ausstellungsmacherin Schramm. Zwei Euro kostet der Eintritt, so viel wie für alle anderen Veranstaltungen auch. Sechzig Minuten dauert die Führung über den „Heinrich-Platz“ - die abgefahrene Pflichtstation auf dem Kinderkultur-Festival.